Inklusion

Ungezwungen und grenzenlos

Behindertensport hat einen überdurchschnittlichen Integrationswert – Sport kennt keine Grenzen. Sport verbindet Menschen aller Altersstufen, aller sozialen Schichten, aller Kulturen und Menschen mit und ohne Behinderung.

Integration und Inklusion sollen jedoch nicht erzwungen werden, sondern freiwillig erfolgen. Selbstverständlichkeit wird im Sport ungezwungen gelebt; auch für Separation hat es Platz.

Sport inklusiv

Inklusion ist ein Gesellschaftskonzept, in dem sich jeder Mensch unabhängig der Voraussetzung zugehörig fühlen kann. In einer inklusiven Gesellschaft wird niemand ausgegrenzt, Unterschiedlichkeit wird toleriert und als selbstverständlich betrachtet. «Normal» ist nur, dass alle Menschen unterschiedlich sind und eben auch im Sport unterschiedliche Bedürfnisse haben.

PluSport lebt die Inklusion überall

  • 2 Vorstandsmitglieder und 2 Mitarbeiter mit Beeinträchtigung sind im Verband beschäftigt
  • 30 Botschafter, ehemalige Para-Athleten sind regelmässig im Auftrag unserer Mission unterwegs
  • 25% der Vorstandsmitglieder unserer Clubs leben mit einer Behinderung
  • 10% der jährlich ausgebildeten Behindertensport-Assistenten sind Betroffene und übernehmen eine Leiter- oder Hilfsleiterfunktion
  • 3 Trainer mit Behinderung führen Fördertrainings durch
  • Sämtliche Leistungskader unserer paralympischen Sportarten sind in den entsprechenden Sportverbänden integriert
  • Kooperationsbestrebungen mit sämtlichen Swiss Olympic-Mitgliederverbänden, Bildungsstätten und weiteren Institutionen sind lanciert
  • In Gremien von Baspo, J+S, esa, Schweizer Schulsport, ETH usw. arbeiten PluSport-Mitarbeitende aktiv mit 

Peter Keller ehem. Präsident PluSport und ehemaliger paralympischer Athlet
«Für mich ist Inklusion, wenn Barrieren baulicher –wie aber auch menschlicher Art beseitigt werden und dadurch eine Teilhabe für alle, die das auch selber wünschen, möglich wird. Das gilt im Beruf, in der Freizeit und natürlich auch im Sport. So dass ein ungehindertes Zusammentreffen und sich gegenseitiges Wahrnehmen geschehen kann.»

Erwin Schlüssel Vizepräsident PluSport und Rollstuhlsportler
«Mitmachen, mitarbeiten können, wo es für alle Beteiligten wirklich Sinn macht. Nicht zwanghafte Inklusion um jeden Preis, weder zum Nachteil der Menschen mit, noch derjenigen ohne Beeinträchtigung. Den Betroffenen setzt eine Beeinträchtigung immer Grenzen, trotz Integration und Inklusion, das gilt es zu akzeptieren. In allen Bereichen gilt es den Beeinträchtigungen als Selbstverständlichkeit zu begegnen, die Menschen nicht auf ihre Beeinträchtigungen zu reduzieren und die Inklusion/Integration da zu fördern, wo es sinnvoll und zielführend für alle Beteiligten ist. Inklusion setzt auch von Seiten der Menschen mit Beeinträchtigung die Bereitschaft voraus, gemeinsam etwas zu erreichen und nicht nur die eigenen Ansprüche geltend zu machen.»

Markus Pfisterer Vorstandsmitglied PluSport und Rollstuhlsportler
Als Vorstand hat für mich Inklusion sehr viel mit Aufklärung zu tun im Sinne von: «Jeder Mensch soll von der Gesellschaft in seiner Individualität wertgeschätzt werden und die Möglichkeit haben, ohne Einschränkungen und nach seinen Bedürfnissen auf allen ihm möglichen Ebenen sich mit anderen Menschen auszutauschen. In der Arbeitswelt hat es für mich sehr viel mit Chancengleichheit zu tun. Einerseits bei der Arbeitssuche, andererseits bei der Ausübung des Berufs.
Als Sportler ist Inklusion die Möglichkeit, mit anderen Sportlern zusammen meine Leidenschaft ausleben zu können. Hier geht es vor allem um barrierefreie Zugänge, angepasste Sportgeräte und Angebote, die für alle offen sind, wiederum im Rahmen der individuellen Möglichkeiten.

Joachim Röthlisberger, Mitarbeiter mit Beeinträchtigung Spitzensport bei PluSport
«Inklusion bedeutet für mich, nicht auf die Behinderung reduziert zu werden, aber auch nicht für Bewältigung alltäglicher Tätigkeiten bewundert zu werden.»

Gion Jäggi, Mitarbeiter im E-Rollstuhl Marketing & Mittelbeschaffung bei Plusport
«Inklusion ist für mich wenn ein Mensch an seinen Fähigkeiten beurteilt und an seinen Stärken gemessen und die vermeintliche Schwäche in eine Stärke umgemünzt und für alle gewinnbringend eingesetzt wird. Gleichzeitig nimmt der Betroffene seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft oder auch dem Arbeitgeber wahr.
Im Sport muss man meiner Meinung nach zwischen Breiten-und Spitzensport unterscheiden: Breitensport ist für mich dann inklusiv, wenn das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund steht und alle etwas einbringen und auch davon profitieren können. Im Spitzensport frage ich mich: Ist Inklusion wirklich fair, wird sie den Leistungen und Trainings der Athleten gerecht? Sind wir hier mit Integration nicht besser bedient?»

Christian Lohr, Nationalrat und Ehrenpräsident im E-Rollstuhl, Schwimmer
«Der Sport verbindet Menschen. Der Behindertensport fördert den Gedanken der Inklusion und macht dabei die Menschen noch gleichwertiger.»

Unsere Vielfalt an Projekten und die Durchmischung von Zielgruppen bietet sämtlichen Interessenten/ Beteiligten die Option, ein nach ihrer Voraussetzung und Fähigkeit passendes Sport- und Freizeitangebot zu wählen. 

PluSport stellt dazu ebenfalls diverse barrierefreie Kommunikationsmittel zur Verfügung: 

VoiceNet

+41 31 390 88 88 

Voicenet

Regelmässig stellen wir entsprechenden Angebote für Menschen mit Sehbehinderung und Blinde in dieses Hörmedium. Diverse Publikationen, wie beispielsweise der Sportcampskatalog, werden auf Wunsch in Braille-Schrift oder barrierefreies PDF zur Verfügung gestellt. Die Website www.plusport.ch wurde barrierefrei gestaltet und wird regelmässig überprüft. Zudem sind auch telefonische Anmeldungen ohne handschriftliche Angaben möglich.

Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen unterstützt PluSport seit Jahren und immer wieder bei neuen Projekten. So können beispielsweise Kinder und Jugendliche nach Spitalaufenthalt in der Rehabilitierungsphase wieder an den Sport geführt werden oder Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen können durch Bewegung und Sport ihre Lebenssituation verbessern.

Broschüren zum Download

«Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Sport», EBGB

«Pari opportunità delle persone con disabilità nello sport», UFPD

Hindernisfreie Sportanlagen

Was sind die spezifischen Bedürfnisse des Behindertensports an die Sportstätten? Solche Fragen beantworten die bei SIA erhältlichen «Richtlinien Hindernisfreie Sportanlagen», welche von Procap Bauen in Zusammenarbeit mit der IG Sport & Handicap (Zusammenschluss von PluSport, Procap und Schweizer Paraplegiker-Vereinigung) erarbeitet wurden. Zielgruppe der mit der Unterstützung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) und des Bundesamtes für Sport BASPO entwickelten Richtlinien sind in erster Linie Baufachleute und Sportanlagenbetreiber. Sie sollen für das Thema Zugänglichkeit und Hindernisfreiheit sensibilisiert werden.

 

Ludotheken

PluSport und Ludotheken Schweiz kooperieren und nutzen Synergien im Bereich «Spielen für alle». Durch das Projekt «Die Schweiz spielt barrierefrei - Ludothek für alle» soll es Menschen mit einer Behinderung ermöglicht werden, das bestehende, vielfältige Angebot der Ludotheken gleichberechtigt zu nutzen. Mit diesem Projekt sollen Ludotheken in ihren Bestrebungen unterstützt werden, Zugänge, Einrichtungen und das bestehende vielfältige Angebot so auszubauen, dass es von Menschen mit Behinderung barrierefrei genutzt werden kann. Zusätzlich steht die soziale Verbindung, welche durch das Spiel zwischen Menschen mit und ohne Behinderung entstehen kann im Fokus. Auf Grund dessen kooperiert PluSport mit den Ludotheken auch im Bereich Sportcamps, Sportclubs und Ausbildung. Der Spielgedanke bietet Grundlagen und ideale Ergänzungen zu Sport und Bewegung.

Projektinformation

 

PluSport ist Mitglied bei Tourismus Schweiz barrierefrei

Website

«Schule bewegt» für alle

Kinder mit Beeinträchtigung profitieren von «Schule bewegt». Swiss Olympic hat die Website des Bewegungsprogramms erweitert, um die Inklusion von Schulkindern mit Beeinträchtigung zu vereinfachen.

Seit der Übernahme von «Schule bewegt» im Sommer 2017 vom Bundesamt für Sport BASPO hat Swiss Olympic das Bewegungsprogramm für Schulkinder stetig weiterentwickelt. Tausende Schülerinnen und Schüler profitieren unterdessen von den Übungen, die von den Lehrpersonen während des Unterrichts situativ zur Anregung, Beruhigung oder zum Lernen eingesetzt werden. Nun hat Swiss Olympic «Schule bewegt» auf Kinder mit Beeinträchtigung ausgeweitet.

Dafür wurde die Website des Programms mit einer Hintergrundseite zum Thema Inklusion erweitert. «Was ist Inklusion? Was bedeutet es für die Lehrpersonen, beeinträchtigte Kinder in die Bewegungspausen zu integrieren? Welche Chancen bietet diese Inklusion den anderen Schülern? Solche Fragen haben wir uns beim Erarbeiten der Hintergrundseite Inklusion gestellt», sagt Rafael Meier, der Programmleiter von «Schule bewegt». Zudem wurden alle bereits bestehenden Aufgaben mit konkreten Anpassungsvorschlägen erweitert, um die Integration von beeinträchtigten Kindern in den Bewegungsunterricht zu vereinfachen.

Zusammenarbeit mit PluSport
Die Hinweise, mit denen die Aufgaben zugunsten der Kinder mit speziellen Bedürfnissen angepasst werden können, sind in fünf allgemeingültige Beeinträchtigungsbilder gegliedert. Gleichzeitig verweist die Website jeweils auf allgemeine Anpassungsmöglichkeiten, die die Lehrpersonen nutzen können. «Die Hinweise und Anpassungen haben wir mit Fachpersonen und mit PluSport erarbeitet», sagt Rafael Meier. Der Programmleiter geht davon aus, dass die Lehrpersonen durch die Hilfestellungen auf der Website mit der Zeit die Kompetenz aufbauen, um selbständig auch andere Bewegungs- und Sportinhalte für Kinder mit Beeinträchtigung adaptieren zu können.

schulebewegt.ch

Jugend+Sport ist das grösste Sportförderungsprogramm des Bundes.

J+S bietet Sportkurse und Lager für Kinder und Jugendliche in rund 70 Sportarten und Disziplinen an. Jährlich finden fast 70'000 Sportkurse oder Lager mit rund 930'000 Teilnahmen von 575'000 Kindern und Jugendlichen statt.

J+S bietet u.a. zusammen mit PluSport das interdisziplinäre Ausbildungsmodul «Sport und Handicap Grundlagen» an. J+S-Leitendende erhalten bei gewissen Ausbildungsangeboten von PluSport den Zusatz «Sport und Handicap».

Weitere Informationen bei J+S zu Sport und Handicap

PluSport Sportcamps

Viele unserer Sportlager sind auch für nicht-behinderte Sportler offen.

Z.B. Rafroball, Schneesport, Polysport, Kampfsport, Reiten, Fussball, Wassersport usw.

Finde dein Sportcamp 

Mitenand-Fürenand

Das «mitenand - fürenand» Lager ist ein integratives Lager für Jugendliche mit und ohne Behinderung und will Begegnungen zwischen behinderten und nichtbehinderten Jugendlichen ermöglichen. Im Zusammenleben, beim Sport und in der Freizeit während einer Lagerwoche lernen sich die Jugendlichen kennen, überwinden Vorurteile und gewinnen neue Freunde.

Blindspot

Mit Blindspot verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit im Bereich Integration und Inklusion. PluSport führt regelmässig gemeinsame Camps mit Blindspot durch und kooperiert im Rahmen der Ausbildung mit ihnen zum Thema Integration und Inklusion.

Cooltour ist ein Sommerlager mit abwechslungsreichem Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zwischen 10 und 19 Jahren.

Jugend-Wintercamp

Aktiv an der frischen Luft, neue Freestyletricks, tolle und ausgelassene Stimmung, aufgestellte Leute, neue Freundschaften knüpfen - und das inmitten der atemberaubenden Berglandschaft von Saas-Fee. Sind das nicht perfekte Winterferien?

Kinder-Wintercamp

Schnee ist deine grosse Leidenschaft? Komm in unser Wintercamp für Kinder mit und ohne Behinderung zwischen 10-14 Jahren: Zusammen erleben wir tolle Winterferien in den Walliser Bergen, lernen neue Ski- oder Snowboard-Tricks, knüpfen Freundschaften und geniessen die gemeinsame Zeit.