Spitzensport-Sportarten

Disziplinen im Leistungssport

PluSport strebt den Ausbau der ganzheitlichen Förderkette in den Hauptsportarten des Bereichs Spitzensport an.

PluSport Spitzensport ist offen gegenüber neuen Entwicklungen - es können jederzeit neue Sportarten aufgenommen werden. Wenn immer möglich werden Synergien mit Verbänden im Nicht-Behindertensport gesucht und genutzt.

Para Snowboard ist eine paralympische Sportart und ist eine adaptierte Version von Snowboard für Menschen mit einer Behinderung.  Wettkämpfe finden im Snowboard Cross und Banked-Slalom statt. Beim Snowboard Cross treten die Athleten in der Qualifikation einzeln an. In der K.O.-Phase ringen jeweils zwei Fahrer um das Weiterkommen. Beim Banked Slalom absolviert jeder Fahrer drei Läufe, wobei nur die beste Zeit für die Schlussrangliste zählt.

Klassifikation

Die Athleten messen sich in drei verschiedenen Kategorien. SB-LL1 und SB-LL2 für Athleten mit Einschränkungen an den unteren Extremitäten und SB-UL für jene mit Einschränkung an den oberen Extremitäten.

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

In Tokio 2020 werden erstmals Wettkämpfe im Para-Badminton an den Paralympics stattfinden.

Die verwendeten Rackets und Shuttles (Federbälle) sowie die Zählweise, allgemeine Spielregeln und Netzhöhe sind im Para-Badminton identisch zum validen Badminton, ebenso die Kategorien Einzel, Doppel und Mixed. Der einzige Regelunterschied besteht in der Feldgrösse. In den unterschiedlichen Kategorie wird die Feldgrösse entsprechend angepasst. So muss der Shuttle zum Beispiel in den Rollstuhlkategorien bei sämtlichen Ballwechseln über die Servicelinie gespielt werden und im Einzel wird nur auf dem halben Feld gespielt.

Klassifikation

Es existieren sechs verschiedene Wettkampfkategorien:
WH1 (Wheelchair): Rollstuhlfahrer, welche in der Rumpfstabilisation Beeinträchtigungen haben und mindestens eine Hand zur Aufrichtung und Stabilisation des Oberkörpers brauchen.
WH2 (Wheelchair): Rollstuhlfahrer, welche keine oder nur geringe Beeinträchtigungen der Rumpfmuskulatur haben.
SL3 (Standing Lower): Spieler dieser Klasse haben eine Einschränkung in einem oder beiden Beinen und haben keine stabile Balance, spielen jedoch stehend.
SL4: Athleten dieser Kategorie, haben vergleichbare Behinderungen, wie jene der Kategorie SL3, sind jedoch weniger stark eingeschränkt.
SU5 (Standing Upper): Spieler dieser Kategorie haben Einschränkungen in den Armen.
SS6 (Short Stature): In dieser Wettkampfklasse treten die Kleinwüchsigen gegeneinander an.

 

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

Die Sportart stand in Rio 2016 erstmals an Paralympics im Programm. Beim Triathlon legen die Athleten eine 750 m lange Schwimmstrecke zurück. Danach erfolgt ein Wechsel auf die 20 km lange Fahrradstrecke. Die Radstrecke kann mit unterschiedlichen, an die Behinderung angepassten, Fahrradtypen (herkömmliches Rad, Handbike, Tandem) absolviert werden. Abschliessend ist noch eine Laufstrecke von 5 km zu bewältigen. Je nach Behinderung wird diese auch im Rennrollstuhl oder mit einem Guide (Sehbehinderte) bestritten.

Klassifikation

Es existieren fünf verschiedene Klassen: Vier davon (PT1-PT4) unterscheiden nach Schwere der körperlichen Einschränkungen bzw. Einsatzmöglichkeiten der Arme und Beine. Die fünfte Kategorie (PT5) ist für Athletinnen und Athleten mit einer Sehbehinderung. Diese werden von einem Guide begleitet und absolvieren die Laufstrecke auf einem Tandem.

 


 

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

Es gibt sechs verschiedene Disziplinen im Ski alpin: Abfahrt, Slalom, Riesenslalom, Super-G Super-Kombination und den Team-Event. Sehbehinderte Athleten  werden von einem Guide durch die Strecke geführt. Athleten mit körperlichen Einschränkungen nützen Ausrüstung die ihren Bedürfnissen entspricht (z.B. Mono-Ski, Krückenski oder Prothesen).

Das Swiss Paralympic Ski Team wird durch die beiden Verbände SPV (Schweizerische Paraplegiker Vereinigung) und PluSport getragen. Durch die enge Zusammenarbeit der Verbände sollen für die Athleten optimale Rahmenbedingungen für internationale Wettkämpfe bis zu den Paralympics geboten werden.

In den regionalen Trainings (Anmeldung über die PluSport-Sport-Camps-Ausschreibung) wird besonders die Freude am Schneesport gefördert. Zusätzlich können an den Swiss Disabled Cups (SDC) erste Rennerfahrungen gesammelt werden. Als Saisonhöhepunkt gelten die Schweizer Meisterschaften am Ende der Saison.

Talentierte und erfolgreiche Athleten können in die Gruppe der Level-Race Athleten, den Europa-Cup-Fahrern, aufsteigen und durch gute Resultate auch ins Welt-Cup Team gelangen.

Klassifikation

Stehend:
Einschränkungen an den Beinen (LW1, LW 2, LW 3, LW 4) Einschränkungen an den Armen (LW5/7, LW 6/8) Einschränkungen an Armen und Beinen (LW 9)

Sehbehindert:
Je stärker die Seheinschränkung, desto tiefer die Zahl (B1, B2, B3). Die sehbehinderten Athleten werden von einem Guide begleitet.

Interessierst du dich für paralympischen Skirennsport?

Wir suchen dich, SkifahrerIn mit Behinderung, welche selbständig Ski fahren kann und Rennluft schnuppern, respektive Renntechnik und -taktik trainieren will.

Dazu bist du herzlich eingeladen, zwischen Dezember und März die Stützpunkt-Trainings zu besuchen.

Weitere Infos hier.

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

Der Schwimmsport als eine der ältesten Disziplinen des Behindertensports hat seine Ursprünge in der Physiotherapie und der Rehabilitation. Seit 1960 gehört das Schwimmen zum paralympischen Programm. Die besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers ermöglichen es den Athleten unabhängig vom Grad der Behinderung, die Wettkämpfe ohne Prothesen oder andere technische Hilfsmittel zu bestreiten. Paralympisches Schwimmen wird nach den Regeln des Internationalen Schwimmsport-Verbandes (FINA) ausgeübt.

Klassifizierung und Regelwerk

Die Durchführung des Wettkampfes unterscheidet sich nur in zwei Aspekten vom olympischen Schwimmsport. Für blinde Schwimmer gibt es Assistenten («tapper»), die bei einer Wende oder beim Zielanschlag akustische Signale geben. Des Weiteren sind verschiedene Starts erlaubt (typischer Start vom Startblock, sitzender Start vom Startblock, Start aus dem Wasser). Geschwommen wird in einem olympischen Schwimmbecken mit 50 m Länge und acht Bahnen. Die Teilnehmer werden grundsätzlich in Seh-, Körper- und Lernbehinderungen klassifiziert. Eine weitere Unterteilung erfolgt bei den Sehbehinderten in drei Klassen (S11 - S13). Die Körperbehinderten werden in zehn Klassen bei Freistil, Rücken und Delfin (S1 - S10) eingeteilt, ebenso in zehn Klassen bei Lagen (SM1 - SM10) und in neun Klassen beim Brustschwimmen (SB1 - SB9). Die Klasse der Lernbehinderten heisst S14.

Die Sportler werden je nach körperlicher Beeinträchtigung den Klassen zugeordnet, wobei 1 die schwerste und 10 die geringfügigste Behinderung bezeichnet. Bei den Staffeln werden die Punktwerte der jeweiligen Klassenzahlen addiert, aus denen die Schwimmer stammen (z.B. SM 5 = 5 Punkte). Eine vorgegebene Maximal-Punktzahl darf dabei nicht überschritten werden, um grösstmögliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Jede Klasse ermittelt nach Geschlecht getrennt in jeder vorgesehenen Disziplin einen Sieger.

Sportklassen und Erläuterung

  1. schwere Koordinationsprobleme in allen vier Gliedmassen
  2. ähnlich wie Sportklasse 1, aber mit mehr Vortrieb beim Benützen der Arme und Beine
  3. angemessener Armzug, schwere Bewegungseinschränkung der Beine/Rumpf
  4. geringfügige Schwäche in Händen, schwere Bewegungseinschränkung der Beine/Rumpf
  5. keine Einschränkung an Armen, keine Rumpf- und Beinmuskeln
  6. keine Einschränkung an Armen, wenig Rumpfkontrolle, keine verwertbaren Beinmuskeln
  7. keine Einschränkung an Armen/Rumpf, geringe Beinfunktion oder Verlust von 2 Gliedmassen
  8. volle Arm- und Rumpffunktionen, geringe Beinfunktion oder nur 1 einsetzbarer Arm
  9. erhebliche Schwäche an Beinen oder Verlust eines Gliedmasses
  10. geringe Schwäche an Beinen, Einschränkung Hüftgelenke oder geringe Deformitäten an Füssen
  11. blind
  12. stark sehbehindert
  13. sehbehindert
  14. lernbehindert

Disziplinengruppen

S: Freistil, Delphin, Rücken
SB: Brust
SM: Medley/Lagen

Die Sportklassen werden dann mit den den Disziplinengruppen kombiniert: Bsp. SB11: Brust von blinden Sportlern.

Kontakt:

Andrea Nydegger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 19

Mail

Der Radsport umfasst nebst Athleten mit einer Sehbehinderung auch solche mit zerebraler Lähmung, Amputationen und sonstigen körperlichen Beeinträchtigungen. Je nach Behinderung fährt der Athlet auf einem Tandem (mit Guide), einem Hand-Bike oder einem angepassten Rennrad.

Das Wettbewerbsprogramm umfasst Bahnrennen und Strassenrennen.

International untersteht Para-cycling der UCI, national Swiss Cycling. In enger Zusammenarbeit mit Rollstuhlsport Schweiz bietet PluSport den Athleten hervorragende Bedingungen für Trainings und Wettkämpfe.

Klassifizierung

Die unterschiedlichen Fahrradtypen Handbike (H), Rad (C), Tandem (B) und Dreirad (T) sind den Behinderungen angepasst. Es gibt folgende Wettkampfklassen:

H1-H5: Unterschiedliche Grade von Rückenmarksverletzungen (Para- und Tetraplegie), Hirnverletzungen, Lähmungen von Extremitäten und Körperteilen, Beinamputationen.

C1-C5: Unterschiedliche Grade von Amputationen und andere Einschränkungen an den Gliedmassen.

B: Sehbehinderungen.

T1-T2: neurologische Einschränkungen (Gleichgewichtsstörungen, Hemiplegie, Cerebrale Parese).

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

Das Wettkampfprogramm der Leichtathleten umfasst die meisten Wettbewerbe bei den Paralympics. Daher ist die Leichtathletik in der Regel diejenige paralympische Sportart mit den meisten Teilnehmern. Die Ursprünge dieser Sportart finden sich 1952 in Stoke Mandeville (England) bei den Internationalen Spielen für Behinderte, wo das erste Rollstuhlrennen stattfand. Seit 1960 gehört die Leichtathletik zu den paralympischen Sportarten.

Klassifizierung und Regelwerk

Aufgrund der Fülle von Disziplinen und der Anzahl an verschiedenen Behinderungsklassen ist die Klassifizierung sehr komplex. Ausgetragen werden annähernd dieselben Wettkämpfe wie bei den Olympischen Spielen, mit Ausnahme der Gehwettbewerbe, der Hürden- und Hindernisläufe sowie des Stabhochsprunges und des Hammerwurfes, für den alternativ der Keulenwurf im Programm steht. Die Mehrkämpfe sind prinzipiell auf fünf Disziplinen reduziert, die je nach Behinderungsklasse variieren. Von den fünf allgemeinen Klassen bei den Paralympics sind bis auf die geistig Behinderten alle in der Leichtathletik vertreten, also:

  • Rollstuhl-Athleten
  • Athleten mit Amputationen oder anderen muskulären Behinderungen
  • blinde Athleten
  • Cerebralparetiker.

Um Chancengleichheit zu wahren, sind die Klassen in sich noch weiter unterteilt. Dabei ist die Anzahl der weiteren Unterteilungen pro Schadensklasse verschieden gross. Insgesamt ergeben sich aus allen Differenzierungen 20 verschiedene Klassen, die Bahn-Wettbewerbe («Track») austragen und 25 verschiedene Klassen, die Technik-Wettbewerbe («Field») austragen. Dies führt dazu, dass es mehrere Paralympics-Sieger in einer Disziplin gibt - je nach Behinderungen. Allerdings können nicht in allen Schadensklassen zugleich auch alle Disziplinen ausgetragen werden. 

In der Klassifizierung steht T» steht hierbei für «Track» und «F» für «Field». Allgemein gilt: Je tiefer die Klassenzahl ist, desto stärker die Behinderung des Athleten oder der Athletin. Es gibt sechs Klassen, die jeweils in weitere Subklassen unterteilt werden:

  • Beeinträchtigung der Sehfähigkeit (T/F 11-13)
  • Intellektuelle Beeinträchtigung (T/F 20)
  • Cerebrale Lähmungen wie Ataxie, Athetose und Muskelhypertonie (F 31-34; T/F 35-38)
  • Kleinwuchs (T/F 40, T/F 41)
  • Amputation oder Fehlbildung von Gliedmassen:
  • Fehlbildung der unteren Gliedmassen, der Wettkampf wird ohne Prothese bestritten (T/F 42 – T/F 44)
    • Fehlbildung oder Amputation der oberen Gliedmassen (T45-47; F45-46)
    • Fehlbildung oder Amputation der unteren Gliedmassen, der Wettkampf wird mit einer Prothese bestritten (T/F 61-64)
    • Beeinträchtigung der Muskelkraft oder der passiven Beweglichkeit z.B. Para-/Tetraplegiker (T 51-54; F 51-57)

Die Klassen T32-34 und T51-54 bestreiten ihre Wettkämpfe mit dem Rennrollstuhl, die übrigen Klassen bestreiten sie rennend.

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

Para-Dressurreiten ist eine paralympische Disziplin und ein Leistungssport für Menschen mit einer unfallbedingten oder angeborenen Körper- oder Sinnesbehinderung.

Unter Para-Dressurreiten versteht man Dressursport mit dem Partner Pferd, wobei für den Reiter das Machbare zählt und Fehlendes durch Hilfsmittel ersetzt wird. Die Einschränkungen werden je nach verfügbarer Kraft und Koordination in unterschiedliche Grade (I - IV) eingeteilt, bei denen Reiter mit dem schwerwiegendsten Handicap in Grad I starten. Die Einstufung bezieht sich allein auf die Einschränkungen und steht in keinem Zusammenhang mit den reiterlichen Fähigkeiten.

«Para-Dressurreiten ist Pferdesport für Menschen mit einer Behinderung, bei dem nicht das Handicap in den Mittelpunkt gestellt wird, sondern das sportlich Machbare mit dem Partner Pferd.»»

Para-Dressurreiten (PE) hat als Fachverband «Kompetenz Pferdesport» nach langjähriger Zusammenarbeit mit PluSport Behindertensport Schweiz seit 2011 im Schweizerischen Verband für Pferdesport den Status einer eigenen Disziplin. Seit dem 1. Januar 2013 verfügt die Disziplin Para-Dressurreiten ausserdem über ein Reglement für Para-Dressurreiten.

Pferdesport für Menschen mit einer unfallbedingten oder angeborenen Körper- oder Sinnesbehinderung fördert das Selbstvertrauen sowie die Selbstständigkeit und vermittelt dem Reiter ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Ein PE-Sportler kann seine Ziele nur im Team angehen und erreichen, ein allseits uneingeschränktes Vertrauen, Respekt, Akzeptanz und Toleranz sind jedoch Voraussetzung. Gelebte Integration unterstützt den Abbau von Berührungsängsten in der Beziehung Nichtbehinderte - Behinderte und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur gegenseitigen Akzeptanz.

Pferde kennen im Gegensatz zum Menschen keine Berührungsängste und kein Mitleid - sie reagieren oft ganz anders als erwartet, nämlich mit viel Einfühlungsvermögen und Leistungsbereitschaft. Grundsätzlich weicht der Parasport vom Regelsport in der Struktur nicht ab. Ein Unterschied prägt den Parasport jedoch unübersehbar: Um die gleiche Leistung zu erbringen, ist ein Vielfaches an Zeit, an Trainings- und Personalaufwand nötig.

Die Kombination Pferd und Reiter muss passen, ebenso Anforderung und Leistungsbereitschaft, Training und Unterstützung - das alles zu erreichen, ist die Herausforderung der Disziplin Para-Dressurreiten.

Klassifizierung
Bei den paralympischen Reitwettbewerben gibt es vier Klassen:

  • Grad Ia: Starke Einschränkungen in allen vier Extremitäten und dem Rumpf.
  • Grad Ib: Starke Einschränkungen des Rumpfs und minimale Einschränkungen der oberen Extremitäten oder moderate Einschränkungen in allen vier Extremitäten und dem Rumpf.
  • Grad II: Einschneidende Bewegungsstörungen, einschliesslich des Rumpfs mit guten bis mittleren Funktionen der oberen Extremitäten.
  • Grad III: Für Athleten mit Behinderungen entweder an einer Extremität, mässigen Behinderungen in zwei Extremitäten, oder solche die als B1 (blind) klassifiziert sind.
  • Grad IV: Einschränkung einer Extremität oder zweier Extremitäten oder eingeschränktes Sehvermögen.

Weitere Informationen:

Schweizerischer Verband für Pferdesport SVPS

Kontakt:

Andrea Nydegger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 19

Mail

Schiessen wird vorwiegend von Rollstuhlsport Schweiz gefördert. Auch Nicht-Rollstuhlfahrer befinden sich im Kader. In diesem Sinne arbeitet PluSport Behindertensport Schweiz eng mit dem Rollstuhlsport Schweiz zusammen.

Menschen mit einer Sehbehinderung können den Schiesssport ebenfalls erfolgreich betreiben.

Alle Schützen schiessen auf eine Zielscheibe, die in zehn Ringe aufgeteilt ist. Ein Treffer in der Mitte zählt zehn Punkte, ein Treffer in den Randbereich einen Punkt. In den Pistolen-Wettkämpfen wird mit diversen Pistolen auf die Distanz von 10 m, 25 m, 50 m geschossen. In den Gewehrwettkämpfen treten die Schützen über 10 m und 50 m an. Die jeweiligen Disziplinen unterscheiden sich nach Waffe, Distanz, Schussanzahl und Zeitlimit. Die Finals mit immer acht Schützen beginnen wieder bei null.

Seit Februar 2019 sind die blinden und sehbehinderten Schützen dem WSPS (World Shooting Para Sport) angeschlossen. Diese Organisation ist Teil des IPC (International Paralympic Committee).

Klassifikation

Zwei Wettkampfklassen sind paralympisch.

Wettkampfklasse SH1 (Pistole + Gewehr): Schützen mit Beeinträchtigungen der unteren und oberen Gliedmassen. Athleten dieser Wettkampfklasse können das Sportgerät (die Pistolen oder Gewehre) mit der eigenen Muskelkraft halten. Manche Sportschützen treten im Sitzen, andere im Stehen an.

Wettkampfklasse SH2 (Gewehr): Athleten dieser Wettkampfklasse weisen funktionelle Beeinträchtigungen der oberen Gliedmassen auf und können das Gewehr nicht mit der eigenen Muskelkraft halten. Das Gewehr dieser Schützen wird auf einer Feder aufgelegt. Die Athleten dürfen einen Lader beanspruchen, weil viele die Munition nicht selber laden können. Diese Person darf aber nur Anweisungen des Athleten ausführen. Coaching ist verboten. Die Athleten dieser Wettkampfklasse treten im Sitzen an.

Schiessen wird vorwiegend von Rollstuhlsport Schweiz gefördert. Auch Nicht-Rollstuhlfahrer befinden sich im Kader. In diesem Sinne arbeitet PluSport Behindertensport Schweiz eng mit dem Rollstuhlsport Schweiz zusammen.

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

PluSport fördert seit einigen Jahren Regatta­segeln. Ziel ist es ein Athletenkader aufzubauen und an internationalen Klassen-Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Um diese Idee verwirklichen zu können kooperiert PluSport mit Sailability.ch. Zusammen mit ihnen verfügen wir in der Schweiz über ein Kompetenzzentrum im Segelsport für Menschen mit Beeinträchtigung erster Klasse.

Kontakt:
Präsident Sailability.ch:
Willi Lutz

+41 44 500 28 77

w.lutz(at)sailability.ch

In der Westschweiz bildet das Swiss Disabled Sailing Team das Pendant.
Präsident Swiss Disabled Sailing Team:
Michel Darbre

+41 22 362 25 48

michel.darbre(at)multiprogress.com

Kontakt:

Andrea Nydegger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 19

Mail

Im Langlauf starten die Athleten und Athletinnen in den Kategorien stehend, sitzend und sehbehindert/blind. Die Sitzenden fahren in einem Schlitten (Sit-Ski), der auf Langlaufskis montiert ist. Sehbehinderte oder blinde Sportler bestreiten ihre Wettkämpfe mit einem Guide, der sie mit den nötigen Anweisungen durch das Rennen begleitet.

Wie bei den nicht behinderten Athletinnen und Athleten werden bei den nordischen Wettkämpfen an den Paralympics verschiedene Distanzen gelaufen: Kurz-, Mittel- und Langdistanz im Einzel für Damen und Herren, sowie je ein Staffelbewerb. Ein spezielles Resultateberechnungssystem mit einem Zeitfaktor ermöglicht einen Leistungsvergleich zwischen den verschiedenen Behinderungsarten innerhalb einer der drei Kategorien.

Klassifikation

Sitzend:
Alle sitzenden Athleten sind von Beineinschränkungen betroffen. Je tiefer die Zahl desto stärker sind die körperlichen Einschränkungen. Es gibt die Kategorien:LW 10, LW 10.5, LW 11, LW 11.5 und LW 12

Stehend:
Einschränkungen an den Beinen (LW 2, LW 3, LW 4) Einschränkungen an den Armen (LW5/7, LW 6, LW 8) Einschränkungen an Armen und Beinen (LW 9)

Sehbehindert:
Je stärker die Seheinschränkung, desto tiefer die Zahl (B1, B2, B3). Die sehbehinderten Athleten werden von einem Guide begleitet.

Kontakt:

Andrea Nydegger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 19

Mail

Da es sich bei den Mitgliedern Tischtennis mehrheitlich um Rollstuhlfahrer handelt, wird diese Sportart vorwiegend vom Rollstuhlsport Schweiz gefördert. Auch Nicht-Rollstuhlfahrer befinden sich im Kader. PluSport Behindertensport Schweiz arbeitet eng mit Rollstuhlsport Schweiz zusammen.

Tischtennis wird stehend oder im Rollstuhl sitzend gespielt. Einziger Unterschied zu den Regeln des Nichtbehinderten-Tischtennis ist die Aufschlagregel für Rollstuhl-Athleten. Der Ball muss über die Grundlinie des Tisches gespielt werden. Geht er im Verlauf des Aufschlages zu einer Seitenlinie heraus, oder durch die Rotation zurück zum Netz, ist der Aufschlag zu wiederholen. Gespielt wird auf drei Gewinnsätze, also maximal fünf Sätze, die bei elf Punkten entschieden sind. Bei Gleichstand geht der Satz an den Spieler, der zuerst zwei Punkte Vorsprung hat. Für jede der elf Klassen gibt es nach Geschlechtern getrennt einen Einzel- und einen Teamwettbewerb.

Klassifikation

Die Klassen eins bis fünf starten im Rollstuhl, die Klassen sechs bis elf spielen stehend. Die Zuordnung erfolgt aufgrund der Schwere der physischen (1-10) oder intellektuellen Einschränkungen.

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

Showdown (auch Tischball genannt) ist ein 1:1 Spiel für Blinde, Sehbehinderte und Sehende. Ziel des Spiels ist es, mit einem Schläger den klingenden Ball ins gegenüberliegende Tor zu schlagen. Gleichzeitig muss das eigene Tor verteidigt werden. Die Tore werden durch zwei Vertiefungen an den Enden des Spielfeldes gebildet. Ein Spieler hat einen Satz gewonnen, wenn er zuerst 11 Punkte erreicht hat und dabei mindestens zwei Punkte mehr hat als der Gegner. Üblicherweise wird auf zwei Gewinnsätze gespielt, dies kann jedoch bei Turnierendrunden variieren.

Zur Spielerausstattung zählen ein Schläger, eine Dunkelbrille und ein Handschuh an der Spielhand. Durch das Tragen der Dunkelbrille wird eine Chancengleichheit hergestellt und damit dürfen National auch Sehende an Turnieren teilnehmen. Bei internationalen Turniere gelten die IBSA Klassifikationen B1 bis B3.

Showdown wurde in den 1960er Jahren vom blinden Kanadier Joe Lewis erfunden und wird weltweit gespielt. Am 26. Mai 2018 wurde in Olten der Dachverband für Showdown Sport in der Schweiz mit dem Namen «Showdown / Tischball Vereinigung» (SSDV) gegründet. Die Dachorganisation Showdown / Tischball fördert den Showdown Sport in der Schweiz und koordiniert dessen Aktivitäten.

www.swiss-showdown.ch

Schweizerische Torball Vereinigung STBV

Torball ist in der Schweiz die einzige Mannschaftssportart für Sehbehinderte und Blinde. Um die Sportart und den Austausch untereinander zu fördern sowie Wettkämpfe und gemeinsame Trainings zu organisieren, wurde die STBV 1986 gegründet.

Torball wurde speziell für Menschen mit einer Sehbehinderung entwickelt und wird daher mit einem Klingelball gespielt. Während dem Match befinden sich drei Spieler pro Mannschaft auf dem Feld. Alle sind mit einer Dunkelbrille ausgerüstet, um die Chancengleichheit zu gewährleisten. Ziel des Spiels ist das Treffen des gegnerischen Tors. Dabei muss der Ball unterhalb von drei Leinen, die sich in der Mitte des Feldes befinden, auf die Gegenseite gespielt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Ball am Boden bleibt und von der Gegenmannschaft mit dem Körper abgewehrt werden kann.

Weitere Informationen:

Schweizerische Torball Vereinigung STBV

Kontakt:

Joachim Röthlisberger

Joachim Röthlisberger
Organisation & Administration Spitzensport

+41 44 908 45 18

Mail

Blindenfussball ist eine eine paralympische Disziplin und ein Leistungssport für Menschen mit einer unfallbedingten oder angeborenen Sehbehinderung. Ein Team besteht aus vier Spielern und einem Torwart auf dem Feld und fünf Ersatzspielern. Derzeit treten nur Herrenteams an. Der Ball macht bei Bewegungen Geräusche, sodass sich die Athleten orientieren können. Das Spielfeld (18-22 m x 38-42 m) ist von einer Bande umrandet, wodurch das Spiel schnell und fliessend wird, weil es keinen Einwurf oder Eckstoss gibt. Ein Fussballmatch dauert zweimal 25 Minuten plus 10 Minuten Halbzeitpause. Strafstösse werden verhängt, wenn ein Spieler seine Augenbinde berührt, der Torhüter aus dem Torraum tritt oder ein Spieler den Gegner foult.

Geschichte

Fussball für Blinde und Sehbehinderte begann als Spielplatzspiel für Schulkinder in Sonderschulen für Sehbehinderte. Es ist mittlerweile zu einem der beliebtesten Sportarten für Menschen mit einer Sehbehinderung weltweit geworden.  

Das Spiel wurde in mehreren Ländern ausgetragen, wobei jedes nach seinen lokalen Regeln spielte (verschiedene Bälle und Spielfelder wurden verwendet, die Regeln waren von Land zu Land unterschiedlich usw.). Viele Länder, wie Spanien und Brasilien, bauten nationale Meisterschaften auf, und bald begannen die Länder, die ersten Freundschaftsspiele zu organisieren.  Blindenfussball - oder auch Futsal genannt - trat 1996 der IBSA bei. Die erste Aufgabe bestand darin, international anerkannte Regeln zu vereinbaren und zu genehmigen. Mit einer Reihe von Regeln wurden die ersten IBSA Europameisterschaften in Barcelona in ​​Spanien ausgetragen und die ersten amerikanischen Meisterschaften fanden 1997 in Asunción in Paraguay statt. Seither finden regelmäßig offizielle IBSA Regional- und Weltmeisterschaften statt und international freundliche Turniere, wie der IBSA Cup, sind regelmäßig im blinden Futsal-Kalender zu sehen.

IBSA hat zwei Arten von Klassifikation - B1 für Spieler, die völlig blind sind, und B2 / B3 für Spieler, die sehbehindert sind.  

Blindenfussball ist nach seinem Debüt bei den Spielen in Athen 2004 einer der größten Sportarten der Paralympischen Spiele. Dies wurde bei den Paralympischen Spielen 2012 in London erkannt, als die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften von sechs auf acht stieg. Blindenfussball war einer der beliebtesten Sportarten bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, wo Gastgeber Brasilien zum vierten Mal in Folge Gold gewann.  

Weitere Informationen:

Spiele IBSA – International Blind Sports Federation

Kontakt:

 

Angelo DiMicco
Trainer Blindenfussball

079 337 26 19

Mail

Eine Sportfach-Vereinigung gilt als direktes Einzelmitglied ohne Unterleistungs-Vertrag (ULV). Gemäss Statuten haben die Vereinigungen Stimmrechte gemessen an der Anzahl Mitglieder an der jährlichen Delegiertenversammlung des Verbands.

Sportfach 

Präsident 

Mitgliederzahl 

 

SDST Segeln 

Michel Darbre 

52 

 

Schweiz. Sitzballvereinigung SSBV 

Paul Probst 

20

 

Pferdesport pfh.seh.ch 

Simone Rubli 

40

 

Schweiz. Torballvereinigung STBV 

Pietro Londino 

63

 

Swiss Showdown Vereinigung - SSDV 

Marc Sommer 

28

 

Blind Soccer Association - SBA

Angelo Di Micco

9

 

SLVB Leichtathletik

Patrick Stoll

32

 

Die Zusammenarbeit bedeutet

  • Förderung der jeweiligen Sportart.
  • Unterstützung, Planung und Durchführung von Aktivitäten
  • Regelmässiger Austausch zu den gemeinsamen Aktionen
  • Einbindung aktueller Projekte in die Öffentlichkeitsarbeit 
  • Beratung in Sachen Sportfach, Zielgruppe und Integration  
  • Zugang zum Onlineshop, sowie Verbindung zu den Kooperationspartnern, Netzwerkaustausch
  • Auftritts- und Repräsentationsmöglichkeiten für die Vereinigung an PluSport-Anlässen 
  • Mediale Begleitung der gemeinsamen Aktivitäten durch die Medienstelle von PluSport 

Internationale Wettkämpfe und Paralympics  

PluSport organisiert den IPC Alpine Skiing Worldcup in St. Moritz und schickt Athleten an die paralympischen Spiele. Lesen Sie weiter:  

IPC Worldcup                Paralympics

Ein sitzender Skifahrer und Rollstuhlsportler sowie eine stehende Skifahrerin mit Behinderung im Schnee

Nachwuchsförder-Trainings Schwimmen und Ski Alpin  

Bist du ehrgeizig und trainierst gerne regelmässig? Dann freuen wir uns über deine Kontaktaufnahme.  

Trainings Nachwuchsförderung

Projektpartner

Sponsoren und Partner