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Schwimm-WM: Nora Meister mit Chancen fürs Finale

An der Weltmeisterschaft im Para Schwimmen vom 9. bis 15. September in London, wird die Aargauer Weltrekordhalterin Nora Meister zum ersten Mal um WM-Medaillen kämpfen. Auch Leo McCrea und Joshua Grob debütieren in London.

Die Lenzburgerin Nora Meister überraschte im vergangenen Jahr an den Europameisterschaften in Dublin gleich mit drei Medaillen. Das ehrgeizige und fleissige Talent blieb aber nicht auf ihren Lorbeeren sitzen. So arbeitete die PluSport-Athletin zielstrebig weiter an ihrer Technik und den konditionellen Fähigkeiten, bis sie beim diesjährigen Weltcup-Auftakt in Berlin einen neuen Weltrekord in der Startklasse S7 über 200 m Rücken aufstellte. Diese Disziplin wird in London zwar nicht ausgetragen, trotzdem hat die 16-Jährige Medaillenchancen. «Es wird cool in London!», so Meister nach ihrer langen Vorbereitungsphase in Magglingen: «Wir konnten uns sehr gut vorbereiten. Die intensive Zeit im Trainingslager hat das Team zusammengeschweisst und wir sind bereit für die Reise nach London. Mein Ziel sind sicherlich die Finaleinläufe in allen drei Disziplinen», sagt Nora Meister, die über 100m Rücken, 100 und 400m Freistil starten wird.

Ein Team von Tele M1 begleitete Nora Meister bei der Vorbereitungen in Magglingen.

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Leo McCrea, der 15-Jährige und jüngste Schweizer am Start, wird seine erste internationale Meisterschaft bestreiten. Der kleinwüchsige Doppelstaatsbürger mit Schweizer Wurzeln ist ein junger Athlet mit sehr grossem Potential, der noch am Anfang seiner Karriere steht. Er hat sich, wie auch Joshua Grob, beim Weltcup-Auftakt in Berlin für die WM qualifiziert. Grob bestritt bereits drei Europameisterschaften in seiner Karriere (und gewann im vergangenen Jahr gleich zwei Medaillen), jedoch auch noch keine WM.

Nicht dabei sein wird der Zürcher Stephan Fuhrer, der wegen einer Verletzung forfait geben muss.

Rücktritt von Carla de Bortoli
Die 22-jährige Thurgauerin kehrt überraschend dem Behindertenspitzensport den Rücken zu, nachdem sie für die WM in London selektioniert wurde. «Mein Rücktritt war so nicht geplant. Ich leide schon seit längerer Zeit an einer Sehnenscheidenentzündung, welche mich immer wieder vom Training abhielt. Nach der Selektion für London und vor dem Trainingslager teilte mir der Arzt mit, dass ich erneut mindestens vier Wochen pausieren soll. Eine Tatsache, die ein gutes WM-Ergebnis verunmöglicht hätte. Abgesehen davon stehe ich im Endspurt meiner BMS Ausbildung, welche sich nicht immer so einfach mit dem Sport verbinden lässt. Die Summe aus allem hat mich zu diesem Entscheid bewegt", so de Bortoli. Bortoloi nahm 2016 an den Paralympics in Rio und 2015 an der WM in Glasgow teil.

Die Einsätze der Schweizer Delegation

Montag, 9. Sept. 2019
Leo McCrea     400 m Freistil
Joshua Grob     100 m Freistil
        
Dienstag, 10. Sept. 2019
Leo McCrea     100 m Freistil
Nora Meister     400 m Freistil
        
Donnerstag, 12. Sept. 2019
Nora Meister     100 m Rücken
Joshua Grob     400 m Freistil
        
Freitag, 13. Sept. 2019
Joshua Grob     50 m Freistil
Leo McCrea     50 m Freistil
        
Samstag, 14. Sept. 2019
Nora Meister     100 m Freistil

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