Paralympics Tokio

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Mit einjähriger Verspätung werden am 24. August in Tokio die Paralympics eröffnet. Für die Schweiz werden insgesamt 13 Athletinnen und 7 Athleten in der japanischen Hauptstadt um Medaillen kämpfen. Darunter sechs Athlet:innen von PluSport.

Unsere Athleten in Tokio

Dressurreiten

Nicole Geiger mit Amigo

Wohnort 4314 Zeinigen (AG)
Geburtsdatum 16.02.1963
Wettkampfklasse V
Disziplin Para-Dressage
Behinderung inkomplette Tetraplegie
Homepage www.nicolegeiger.ch

Wettkampfzeiten Paralympics

Schwimmen

Leo McCrea

Wohnort Poole - GB
Geburtdatum 09.11.2003
Wettkampfklasse S6, SB5, SM6
Disziplinen 50m Freistil, 100m Freistil, 400m Freistil, 50m Schmetterling, 100m Brust, 100m Rücken, 200m Lagen
Behinderung Achondroplasie (Kleinwuchs)

Wettkampfzeiten Paralympics

 

Nora Meister

Wohnort Lenzburg AG
Geburtsdatum 06.01.2003
Klassifikation S6, SB6, SM6
Disziplinen 100 m Freistil, 400 m Freistil, 100 m Rücken
Behinderung Arthrogryposis multiplex congenita (AMC)

Wettkampfzeiten Paralympics

 

Leichtathletik

Sofia Gonzalez

Wohnort Jongny VD
Geburtsdatum 27.03.2001
Klassifikation T63
Disziplinen 100m, Weitsprung
Behinderung rechter Unterschenkel amputiert
Homepage www.sofia-g.ch

Wettkampfzeiten Paralympics 

 

Philipp Handler

Wohnort 8005 Zürich
Geburtsdatum 18.10.1991
Wettkampfklasse T13
Disziplinen 100 m, 200 m
Behinderung Achromatopsie
Webseite www.philipphandler.ch

Wettkampfzeiten Paralympics

 

Elena Kratter

Wohnort 8857 Vorderthal SZ
Geburtsdatum 05.07.1996
Wettkampfklasse T63
Disziplin 100m, Weitsprung
Behinderung rechter Unterschenkel amputiert

Wettkampfzeiten Paralympics

 

Das Strahlen im Gesicht von Théo Gmür sagte alles über seine Gefühlswelt. Der Walliser hatte eben Bronze im Riesenslalom an der WM in Lillehammer gewonnen, schneller waren in der Kategorie Stehend nur der Russe Alexej Bugajew und der Franzose Arthur Bauchet. Es ist Gmürs zweite Bronzemedaille nach dem Super-G - und er weiss auch, dass ein klein wenig Glück nötig war für diesen Exploit. «Das ist eine Medaille, die vom Himmel kommt», sagt Gmür lachend. Bei seinem zweiten Lauf war die Sicht schlecht, aber just als er im Ziel ankam, setzte zusätzlich teilweise heftiger Schneeregen ein. Die Konkurrenten, die im ersten Durchgang schneller gefahren waren, hatten also schlechtere Verhältnisse.

Aber man muss diese Chance auch erst einmal nutzen. Und Gmür tat dies im zweiten Lauf auf beeindruckende Art. Mutig setzte er seine Ski immer wieder direkt in die Falllinie, zwei Fehler nahm er in Kauf, liess sich von ihnen nicht aus dem Konzept bringen. «Es war extrem spannend», sagt er mit Blick auf das starke Fahrerfeld, dem er im ersten Lauf noch deutlich weniger entgegenzusetzen hatte. «Ich hatte am Vortag Probleme mit dem Knie», erzählt der Walliser, «deshalb war es da für mich nicht so einfach.» Im zweiten Durchgang sei der Kopf wesentlich freier gewesen. «Jetzt habe ich wieder zwei Podestplätze an einer WM erreicht», sagt er, «jetzt kann ich auch wieder ein bisschen geniessen.» Auf den Slalom am Freitag wird er verzichten, zum WM-Abschluss am Sonntag ist er aber auf jeden Fall beim Parallel-Slalom dabei.

Hinter Gmür wurde Thomas Pfyl 16., sein WM-Höhepunkt ist der Slalom am Freitag, der Schwyzer fühlt sich dafür bereit. Robin Cuche verzichtete wegen Verspannungen im Nackenbereich auf den Start, er wird im Slalom wieder mit dabei sein. In der Kategorie Sitzend erreichte Pascal Christen bei seiner ersten WM-Teilnahme überhaupt erstmals das Ziel und kam als 9. prompt in die Top 10. «Nach den Ausfällen in den Speedrennen hatte ich heute doch ein wenig die Handbremse angezogen», sagt der Luzerner, «aber es waren zwei saubere Läufe, darauf lässt sich aufbauen.» Murat Pelit war mit seinem 11. Rang nicht ganz zufrieden, erklären konnte er sich das nicht wirklich. «Aber es macht immer noch enorm viel Spass, hier zu fahren», sagt der Tessiner. Wie Christen wird auch Pelit am Freitag den Slalom fahren.

Für die Schweiz ist das bereits die dritte Medaille. Gleich zum Auftakt der WM sicherte sich die Snowboarderin Ellen Walther eine Bronzemedaille im Dual Banked Slalom.

Foto: Goran Basic