Für die herausragenden Leistungen sorgte insbesondere Celine van Till (WT2). Die 34-Jährige verteidigte sowohl im Zeitfahren als auch im Strassenrennen erfolgreich ihren Europameistertitel und durfte sich über zweimal Gold freuen. «Ich bin sehr zufrieden und freue mich enorm, dass ich beide Titel erfolgreich verteidigen konnte», sagte van Till nach ihren Rennen.
Die Vorbereitung auf die Titelkämpfe verlief allerdings nicht nach Wunsch. Aufgrund eines zweiwöchigen Militärdienstes konnte sie lediglich an den Wochenenden trainieren. «Das hat mir viele wertvolle Erfahrungen gebracht, war aber auch sehr anstrengend. Umso mehr freue ich mich, dass am Ende alles aufgegangen ist», erklärte sie.
Ebenfalls für doppeltes Edelmetall sorgte Flurina Rigling (WC2). Die 29-Jährige gewann im Strassenrennen die Goldmedaille und sicherte sich im Zeitfahren Silber. Besonders das technisch anspruchsvolle Zeitfahren habe ihr Selbstvertrauen für das zweite Rennen gegeben. Im Strassenrennen meisterte die Hedingerin zudem zahlreiche Kopfsteinpflaster-Passagen und setzte sich von der Konkurrenz ab. "Ich bin wirklich happy, dass ich die entscheidende Lücke herausfahren konnte und am Ende mit einem Vorsprung von eineinhalb Minuten ins Ziel gekommen bin.» meinte Rigling im Ziel.
Scott Bugden, Trainer der beiden PluSport-Athlet:innen, war nach den erfolgreichen Titelkämpfen glücklich: «Es war ein sehr erfolgreiches Wochenende und wir können sehr zufrieden sein. Die Erfolge kamen zwar nicht ganz unerwartet, aber man muss es im Rennen dann erst auf den Boden bekommen. So können wir uns jetzt mit viel Zuversicht auf die anstehende WM in den USA im September vorbereiten.»
Auch die weiteren PluSport-Athleten zeigten tolle Leistungen: Laurent Garnier (MC4) belegte Rang 8 im Zeitfahren und Rang 7 im Strassenrennen, Fabiano Wey (MC5) klassierte sich auf den Rängen 7 und 6, während Christian Ackermann (MB) die Europameisterschaften auf den Plätzen 13 und 14 abschloss.
Starke Leistungen auch vom Rollstuhlsport Schweiz
Insgesamt reiste die Schweiz mit 15 Athletinnen und Athleten nach Maniago. Auch die Delegation von Rollstuhlsport Schweiz erfüllte die hohen Erwartungen und gewann insgesamt acht Medaillen.
Im Zeitfahren wurden Sandra Fuhrer (WH4), Micha Wäfler (MH3) und Fabian Recher (MH4) ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherten sich jeweils die Goldmedaille. Benjamin Früh (MH1) komplettierte das starke Schweizer Resultat mit Bronze.
Auch im Strassenrennen bestätigten die Schweizer Handbiker ihre ausgezeichnete Form. Sandra Fuhrer und Fabian Recher holten erneut Gold, während Micha Wäfler und Benjamin Früh jeweils die Bronzemedaille gewannen.
Mit insgesamt zwölf Medaillen, darunter sieben Europameistertitel, blickt die Schweizer Delegation auf äusserst erfolgreiche Europameisterschaften in Italien zurück.
Fotos (c) Scott Bugden
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