Zurück

Erfolgreiche Weltcup-Woche: Nora Meister glänzt in Paris, Flurina Rigling in Belgien

Die Schweizer Para-Schwimmer:innen und Para-Cycler:innen überzeugten bei den Weltcups in Paris und Gistel. Besonders Nora Meister im Schwimmen und Flurina Rigling mit zwei Siegen im Para-Cycling stachen hervor.

Nora Meister startete letzte Woche fulminant in den Wettkampf und sicherte sich am ersten Tag den Sieg über 100 m Freistil. Zudem schwamm sie über 50 m Delfin auf Rang drei und übernahm damit früh die Führung in der Gesamtwertung der Weltcup-Serie. In Paris wurden die Resultate im Multiclass-Format gewertet, bei dem die Zeiten aller Startklassen zusammengeführt werden und pro Disziplin nur ein Medaillensatz vergeben wird. Meisters Leistungen sind entsprechend hoch einzustufen.

Auch Monique Schacher überzeugte zum Auftakt: Über 200 m Freistil qualifizierte sie sich für den Final und belegte nach einem taktisch klugen Rennen den starken fünften Platz.

Im weiteren Verlauf des Weltcups doppelte Meister nach und gewann auch die 400 m Freistil. Schacher zeigte erneut eine solide Leistung und klassierte sich über 50 m Brust auf Rang vier.

Zum Abschluss sicherte sich Meister über 100 m Rücken zudem die Silbermedaille und rundete damit ihre beeindruckende Bilanz in Paris ab.

Mit insgesamt drei Medaillen und der Führung im Gesamtweltcup bestätigte Nora Meister ihre Rolle als eine der aktuell stärksten Para-Schwimmerinnen der Welt.

Zwei Weltcup-Siege für Flurina Rigling in Belgien

Auch beim UCI Para-Cycling Weltcup im belgischen Gistel setzte das Schweizer Team ein Ausrufezeichen: Besonders im Fokus stand einmal mehr Flurina Rigling, die ihrer Favoritenrolle trotz nicht optimaler Voraussetzungen gerecht wurde.

Im Zeitfahren, das auf einem vergleichsweise kurzen und flachen, zugleich windanfälligen Kurs ausgetragen wurde, hatte Rigling nicht die besten Vorzeichen – andere Kurse liegen ihr besser. Dennoch setzte sie sich in ihrer Klasse durch und holte sich den Sieg. Im Strassenrennen konnte sie sich nicht entscheidend vom Feld absetzen, bestätigte aber ihre Konstanz und Klasse und holte sich auch dort den Sieg. Damit gelang ihr in Gistel ein Doppelerfolg.

Einen weiteren starken Schweizer Akzent setzte Franziska Matile-Dörig: Sie überraschte im Zeitfahren mit einem hervorragenden zweiten Platz, obwohl ihre Vorbereitung zuletzt durch eingeschränktes Training nicht ideal verlaufen war. Im Strassenrennen verpasste sie das Podest als Vierte nur knapp und bestätigte damit ihre gute Form.

Laurent Garnier zeigte in der Kategorie MC4 ebenfalls eine solide Leistung. Im Zeitfahren belegte er auf dem windigen und flachen Kurs Rang 15, während er sich im stark besetzten Strassenrennen leicht steigern konnte und ebenfalls im Mittelfeld (Platz 14) ins Ziel kam. Dabei beeinträchtigten ihn leichte Schmerzen an seiner Prothese, die für die kommenden Rennen behoben werden sollen.

Fotos (c) Scott Bugden