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National Summer Games Zug: Ein Feuerwerk an Emotionen – und ein Auftrag für die Zukunft

Rund 1’600 Athlet:innen wurden in Zug gefeiert wie Marco Odermatt in Adelboden oder Wengen. Der Anlass zeigte einmal mehr eindrucksvoll: Sport verbindet. Vier Tage geprägt von euphorischen Leistungen, weitgreifende Emotionen und unvergessliche Momente.

Spätestens nach dem Einlauf in die OYM-Hall am Donnerstagabend war klar, die National Sommer Games in Zug werden zum Highlight für unzählige Sportler:innen aus aller Welt. Diese wurden begleitet von rund 600 Coaches, sowie Delegationen aus 11 Gastnationen sorgten für emotionale Wettkämpfe und unvergessliche Begegnungen. In insgesamt 16 Sportarten – darunter Leichtathletik, Schwimmen, Rad, Fussball, Golf, Tennis, Judo, Basketball oder Segeln – standen Leistung, Freude und Gemeinschaft im Mittelpunkt. Am Freitag und Samstag war zudem Sport+Handicap EDUCATION mit einem Informationsstand mit Selbsterfahrungsmöglichkeiten präsent im Olympic Village. Interessierte konnten blind ein Fühl-Memory spielen oder sich einen Rollstuhl ausleihen, um damit das Village gleich selbst auf seine Barrierefreiheit zu prüfen.

Jahrelange Arbeit

Die National-Games in Zug waren jedoch nur die glänzende Spitze eines Eisbergs, der auf jahrelanger Arbeit, Beharrlichkeit und viel Herzblut basiert. Ein grosser Teil des Schweizer Teilnehmerfeldes bestand aus Athlet:innen aus den Strukturen von PluSport. Ihre Präsenz in Zug war kein Zufall, sondern das Resultat akribischer und oft jahrelanger Vorbereitung. Die Grundlage für die Erfolge und unvergesslichen Erlebnisse wurde beispielsweise in der PluSport Laufgruppe Wohlen-Lenzburg oder wie im wöchentlichen Basketballtraining vom PluSport-Mitglied AS Fairplay in Lausanne gelegt. Denn wer glaubt, sportliche Leistung spiele bei inklusiven Events nur eine Nebenrolle, täuscht sich gewaltig. Natürlich stehen Freude, Emotionen und das «Dabeisein» im Mittelpunkt. Doch hinter jeder Medaille und jedem Zieleinlauf stecken Disziplin, Ehrgeiz und konsequentes Training.

Wie bedeutend das ist, betont PluSport-CEO Christof Baer: «Den Moment zu zelebrieren ist ebenso wichtig wie die wöchentlichen Trainings- und Sportangebote unserer Mitgliederclubs und Sportcamps. Es braucht beides, um Inklusion zu leben.» Solche Eventplattformen seien dennoch besonders wichtig, so Baer: «Sie schaffen Aufmerksamkeit, sie bewegen, sie inspirieren.»

Die entscheidende Frage: Was bleibt?

Denn wenn das letzte Rennen beendet und die letzte Medaille vergeben ist, bleiben zentrale Fragen: Wie entstehen mehr Sportangebote für Menschen mit Behinderung, damit genau solche Erlebnisse wie jene in Zug möglich werden? Wer bildet die dringend benötigten Sportleiter:innen aus? Und wie viele Verbände und Vereine öffnen sich nachhaltig für Menschen mit Behinderung?

Hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem emotionalen Moment und langfristiger Wirkung. Genau an dieser Wirkung arbeitet PluSport. Und das 365 Tage im Jahr: Mit Clubs, Trainings, Sportcamps und gezielter Förderung von Spitzenathlet:innen entwickelt PluSport gemeinsam ein inklusives Sportsystem, das auch dann Bestand hat, wenn die Scheinwerfer der Events längst ausgegangen sind.

Hier ein paar Zahlen:

  • Über 10’000 Mitglieder treiben regelmässig Sport bei PluSport
  • Jährlich entstehen über 206’000 Stunden Sport
  • Schweizweite Angebote in Clubs, Trainings und Camps
  • Ausbildung neuer Leiter durch S+H EDUCATION
  • Inclusion Coaches stärken die Zusammenarbeit zwischen Regel- und Behindertensport

Nachhaltige Strukturen, fortwährender Erfolg

Wie nachhaltig die Strukturen von PluSport sind, zeigt der Werdegang von Patrick Nöthiger: Der Sportler vom BSC Wohlen-Lenzburg wird seit vielen Jahren von Marlies und Jürg Meier begleitet, die ihre Aufbauarbeit heute schrittweise an die nächste Generation weitergeben. Als Urgestein der Laufserie «never walk alone» ist Patrick seit der Gründung Teil des Projekts und hat sich sportlich kontinuierlich weiterentwickelt. Einen wichtigen Meilenstein setzte er mit seinem ersten Marathon in Luzern oder seiner Teilnahme am Ironman 70.3 in Rapperswil-Jona. Im Rahmen der National Summer Games in Zug war er zudem im Sportpanorama zu sehen und stand damit stellvertretend für den inklusiven Sportgedanken von PluSport.

Hier geht`s zum Sportpanorama mit Patrick Nöthiger (ab min 47:09)

Die Reise geht weiter

Die Emotionen von Zug wirken nach und gleichzeitig wächst die Nachfrage. Immer mehr Menschen mit Behinderung möchten Sport treiben und Teil dieser Bewegung werden.

Die nächste Gelegenheit steht bereits bevor: Am 5. Juli 2026 findet in Magglingen der grösste nationale Behindertensporttag statt. Über 1’000 PluSportler:innen treten beim PluSport-Tag in verschiedenen Wettkämpfen an, während mehr als 23 Sportverbände ihre Angebote präsentieren. Willkommen sind bewusst Menschen mit und ohne Behinderung gleichermassen. Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln, Begegnungen zu schaffen und Berührungsängste abzubauen.

Möchtest du mitmachen?

PluSport ist stolz darauf, dass diese Reise nicht nur während grosser Events stattfindet, sondern das ganze Jahr über mit viel Engagement und Herzblut weitergeht.
Damit das auch in Zukunft möglich bleibt, braucht es engagierte Menschen, starke Partnerschaften und eine Gesellschaft, die Inklusion aktiv mitträgt.