Spitzensport
Die Elite in Zürich…
Mit zehn Athletinnen und Athleten war PluSport an den Paralympics 2024 in Paris vertreten – und sie zeigten ihre Bestleistungen! Am Empfang in Zürich liessen sie ihre Eindrücke nochmals Revue passieren.
Unglaublich überwältigende Eindrücke brachten die Paralympioniken und ihr Staff mit in die Schweiz zurück. Und sie durften stolz ihre Resultate feiern: 8 Medaillen und 10 Diplome! Ehrenpräsident Christian Lohr, Präsident Markus Gerber, Vorstandsmitglieder, die gesamte Geschaftsleitung, Partner, Gönner und Stiftungsvertreter liessen es sich nicht nehmen, ihre Bewunderung und Gratulationen auszusprechen.
…und die Rad-Cracks ebenso
Drei Athletinnen nahmen ihren Schwung von den Paralympics in Paris mit nach Zürich und gewannen wieder fünf Medaillen.
Flurina Rigling erkämpfte sich zwei Goldmedaillen, insgesamt zählt sie für 2024 acht Medaillen. Celine van Till schaffte es ebenso auf Platz eins im Zeitfahren und auf den zweiten Platz im Strassenrennen. 2024 waren dies die Medaillen drei und vier. Franziska Matile-Dörig gewann ebenfalls Gold und Silber in Zürich, Bronze in Paris und Bronze in Brasilien.
Die Rad-WM in Zürich wurde durch den tödlichen Unfall der Radsportlerin Muriel Furrer überschattet. Flurina Rigling widmete ihren Sieg der jungen Kollegin und sagte: «Wir sind eine Familie – ich bin für sie gefahren.» Die Tragödie zeigte der Radsportgemeinschaft ihre Stärke und ihren Zusammenhalt, indem sie Muriels Andenken ehrte und gleichzeitig die Leidenschaft für den Sport, die sie alle verbindet, weiterlebte.
Fotos: Sam Buchli
Aktuelles zum Para Cycling
Im Letzigrund gehörten sie einfach dazu
27.07.2026: Weltklasse-Luft für Abassia Rahmani und Elijah Thommen
Der Wind drehte an diesem Wochenende immer wieder, was die Bedingungen im Letzigrund anspruchsvoll machte. Über dem Stadion aber lag jene Luft, die man beim grossen Spektakel im Lezigrund beinahe schmecken kann, dieses Gemisch aus Erwartung, Erinnerung an grosse Abende und der Gewissheit, an einem besonderen Ort zu sein. Mittendrin: zwei Athlet:innen von PluSport.
Abassia Rahmani lief die 100 Meter in 13.67 Sekunden und damit ihre zweitschnellste Saisonzeit. Für sie war der Wettkampf ein Heimspiel, denn sie trainiert im Letzigrund. Ihr eigenes Urteil fällt nüchtern aus: «Mittelmässig. Ich kann gute Aspekte aus dem Lauf mitnehmen. Die Reaktion und die ersten zwei Schritte aus dem Block waren diesmal gut, aber in der weiteren Beschleunigung gibt es noch viel Verbesserungspotenzial. Es ist mir in dieser Saison bisher nicht gelungen, die Puzzleteile richtig zusammen zu setzen. Ich darf aber nicht zu hart mit mir ins Gericht gehen, da mir das gesamte Winteraufbautraining fehlt und ich stattdessen drei Monate im Rollstuhl sass aufgrund einer grösseren Operation am Bein. Daher arbeite ich weiterhin fleissig weiter, um bald wieder schnellere Zeiten zu laufen.»
Elijah Thommen brachte im Weitsprung zusammen, woran er lange gearbeitet hatte. Mit 6.35 Metern gelang ihm die zweitbeste Weite seiner Karriere, entsprechend gross war die Freude bei seiner Familie und bei seinem Trainer, der zugleich sein Vater ist. «Der Wettkampf war sehr toll. Ich durfte in einem starken Weitsprungfeld antreten mit tollen Konkurrenten und einem motivierten Publikum. Die Atmosphäre im Letzigrund habe ich als sehr einzigartig empfunden und mich auf der Bahn sehr wohl gefühlt. Dass ich an dieser Schweizermeisterschaft auch endlich viele Dinge zusammenbringen konnte und so tolle Sprünge zeigen konnte, lässt mich voller Freude auf die weiteren Wettkämpfe in dieser Saison blicken.»
Was beide über den Wettkampf hinaus beschäftigt, ist das Miteinander. «Ich kenne viele Athlet:innen aus anderen Wettkämpfen, aus meiner Trainingsgruppe, aus Trainingslagern oder wir trainierten gemeinsam im selben Verein», sagt Abassia Rahmani. «Es macht Spass so viele bekannte Gesichter zu sehen und anzufeuern. Der gegenseitige Respekt ist hoch, ich fühle mich voll integriert und wohl.» Elijah Thommen hebt zusätzlich die Kommunikation im Stadion hervor: «Mir ist wichtig, dass das Publikum informiert wird, dass wir zu den besten Para-Leichtathlet:innen der Welt gehören und somit einen verdienten Platz in einem SM-Startfeld haben. Das hat in diesem Jahr sehr gut funktioniert, und ich habe im Wettkampf gefühlt, dass das Publikum hinter mir steht und mich genau so anfeuert wie alle anderen Athlet:innen.»
Dass diese Integration keine Behauptung bleibt, zeigt sich oft am Rand des Geschehens. Ein Beispiel ist Stadionsprecher Dominique Stark. Am Wettkampftag nahm der PluSport-Nationaltrainer, Gregor Bogg, Kontakt mit ihm auf und wies ihn auf Elijah Thommens Start im Weitsprung hin. Stark griff die Information nicht nur auf, er fragte auch präzise nach, wie man den Namen korrekt ausspricht. Eine kleine Geste, die viel darüber sagt, wie ernst die Athlet:innen von PluSport genommen werden.
Die Para-Leichtathletik ist inzwischen fester Bestandteil der Leichtathletik Schweizer Meisterschaften, und auch die jüngeren Athlet:innen aus dem Kader von PluSport starten im Herbst an den Meisterschaften der Kategorien U23/U20 und U18/U16 gemeinsam mit allen anderen. Dafür gilt der Dank Swiss Athletics, den Organisator:innen in Zürich und den vielen Helfer:innen, die diese Selbstverständlichkeit Jahr für Jahr möglich machen.
Zehnköpfiges Para-Cycling-Team für WM selektioniert
07.07.2026: Para-Cycling-Team für WM komplettiert
Swiss Paralympic hat zehn Athlet:innen für die Para-Cycling-Weltmeisterschaften 2026 selektioniert. Die Titelwettkämpfe im Strassenrennen und Einzelzeitfahren finden vom 4. bis 7. September in Huntsville (Alabama, USA) statt.
Zu den grössten Schweizer Medaillenhoffnungen zählen die Zürcherin Flurina Rigling (C2) und der Berner Handbiker Fabian Recher (H4). Beide gewannen in diesem Jahr den Gesamtweltcup in ihrer jeweiligen Wettkampfklasse und gehören auch an der WM zum Favoritenkreis. Rigling, zweifache Weltmeisterin2025, reist als Europameisterin im Strassenrennen und EM-Silbermedaillengewinnerin im Zeitfahren nach Huntsville. Recher kann als Europameister im Strassenrennen und Einzelzeitfahren sowie als zweifacher WM-Silbermedaillengewinner 2025 ebenfalls auf eine eindrückliche internationale Erfolgsbilanz verweisen.
Dreirad, Tandem und ein Newcomer
Auch die Genfer Dreiradfahrerin Celine van Till (T2) gehört zu den Goldanwärterinnen. Die zweifache Weltmeisterin ist seit den Weltmeisterschaften 2024 in Zürich nicht zu stoppen. Sie entschied auch an den diesjährigen Europameisterschaften 2026 beide Rennen für sich.
In den stehenden Wettkampfklassen starten zudem Christian Ackermann mit Pilot Dominik Bütler (MB) auf dem Tandem. Erstmals für Weltmeisterschaften selektioniert wurde Newcomer Quirin Lutz (C2). Komplettiert wird das Standing-Team durch den erfahrenen Westschweizer Laurent Garnier (C4).
Handbike-Team mit Ambitionen nach EM-Erfolg
Mit viel Selbstvertrauen reist das Schweizer Handbike-Team nach Huntsville. An den Europameisterschaften im Juni überzeugten die Schweizer Athlet*innen mit Top-Resultaten: Neben Fabian Recher gewann auch Sandra Fuhrer (H4), amtierende Weltmeisterin im Strassenrennen, zwei EM-Titel. Micha Wäfler (H3) sicherte sich Gold im Einzelzeitfahren sowie Bronze im Strassenrennen. Benjamin Früh (H1) holte sowohl im Einzelzeitfahren als auch im Strassenrennen Bronze. Komplettiert wird das Schweizer Handbike-Team vom Zürcher Felix Frohhofer (H4).
Die Weltmeisterschaften bilden den Saisonhöhepunkt im internationalen Para-Cycling-Kalender.
Erfolg für Para-Cycler Quirin Lutz
25.06.2026: Lutz siegt im Einzelzeitfahren an den Schweizer Meisterschaften
Bei den nationalen Para-Cycling-Meisterschaften im Jura krönte sich Quirin Lutz zum Sieger im Einzelzeitfahren. Der Aargauer absolvierte die Strecke in 13:52,28 Minuten und verwies Laurent Garnier sowie Christian Ackermann auf die weiteren Podestplätze.
22.06.2026: Schweizer Para-Kletterteam glänzt in Innsbruck
Erfolgreicher Auftritt für das Schweizer Para-Kletterteam in Innsbruck: Bei den World Climbing Para Series sicherten sich Sarah Longhi und Dominic Geisseler zwei Medaillen für die Schweiz. Longhi kletterte in der Kategorie RP2 auf den Bronzerang, Geisseler gewann in der Kategorie AU3 die Silbermedaille.
Besonders beeindruckend war die Leistung von Geisseler, der sich nach Rang fünf in der Qualifikation im Final noch auf Platz zwei vorarbeitete. Für den Schweizer ist es bereits das zwölfte internationale Podest seit 2023. Auch Longhi zeigte einen starken Wettkampf und wurde mit Bronze belohnt.
Insgesamt waren rund 300 Athletinnen und Athleten aus aller Welt am Start. Das Schweizer Team trat mit 15 Kletterinnen und Kletterern an und setzte in einem zunehmend stärker besetzten internationalen Feld ein weiteres Ausrufezeichen. Die steigende Konkurrenz gilt als Vorbote für die wachsende Bedeutung des Para-Klettersports mit Blick auf die Paralympischen Spiele 2028.
Schweizer Parabadminton-Delegation überzeugt
21.06.2026: Beim hochkarätigen French Parabadminton International in Mulhouse zeigte die Parabadminton-Delegation auf
Letzte Woche schlug die Schweizer Parabadminton-Delegation beim French Parabadminton International im französischen Mulhouse auf. Über 300 Athletinnen und Athleten – darunter fast die gesamte Top 10 der Weltrangliste – machten das Turnier zu einem echten Härtetest. Denn das Niveau in Mulhouse war hoch, doch das Schweizer Standing-Team rund um Coach Patrick Meili (zeitweise unterstützt von Marc Lutz und Tina Kümpel) versteckte sich keineswegs. Im Gegenteil: Die Entwicklung der letzten Zeit ist sichtbar.
Die sportlichen Highlights im Überblick
Besonders in den Doppel-Disziplinen spielte die Schweiz gross auf und sicherte sich gleich zweimal den Einzug ins Achtelfinale:
- Herren-Doppel (SL4): Dominik Bützberger und Nils Rüegg harmonierten prächtig und mussten sich erst nach einem packenden Achtelfinal (11:21, 15:21) einer Top-Paarung aus Indien geschlagen geben.
- Mixed-Doppel: Dominik Bützberger doppelte an der Seite von Sophie van den Broek (Niederlande) nach und erreichte ebenfalls das Achtelfinale. Trotz der Niederlage gegen ein brasilianisches Duo war eine Steigerung zu sehen: Gegen dieselben Gegner konnte man sich im Vergleich zu vor drei Jahren spielerisch und punktemässig verbessern.
Auch in den weiteren Partien gab es Grund zum Jubeln: Larissa Kleiner (SU5) feierte im Doppel ihren ersten internationalen Sieg überhaupt. Zudem zeigten Jesse Wiser (SH6) und Nils Rüegg (SL4) im Einzel gute Leistungen und fuhren jeweils einen Sieg in der Gruppenphase ein, auch wenn der Einzug in die KO-Runde diesmal verpasst wurde.
Überzeugen konnten auch die Wheelchair-Athlet:innen, welche ebenfalls verschiedene KO-Rundenspiele bestreiten konnten und teilweise erst im Viertel- oder Halbfinal gestoppt wurden.
Das Fazit des Trainers
Nationalcoach Standing Patrick Meili zieht nach den intensiven und heissen Tagen in Frankreich eine positive Bilanz:
„Ich bin zufrieden mit der Leistung unserer Athleten. Auch bei diesem topbesetzten Turnier haben wir wieder zweimal das Achtelfinale erreicht. Das zeigt uns klar: Wir sind auf dem richtigen Weg und der Abstand nach vorne schrumpft kontinuierlich.“
Dritter Tag, drittes Gold
14.06.2026: Flurina Rigling mit Gold im Strassenrennen
Nach Silber im Zeitfahren wurde es im zweiten Rennen Gold: Flurina Rigling sicherte sich im Strassenrennen auf der 52 km langen Strecke vor Amelia Cass (GBR) und der Irin Heather Jameson den Sieg.
Nach ihren erfolgreichen Auftritten zog sie ein äusserst positives Fazit: «Das Zeitfahren war sehr technisch und abwechslungsreich. Ich hatte dabei ein gutes Gefühl und konnte mich anschliessend voll auf das Strassenrennen fokussieren, weil ich gemerkt habe, dass ich in guter Form bin.»
Das Strassenrennen stellte die Hedingerin dann vor besondere Herausforderungen: «Es hatte viele Kopfsteinpflaster-Passagen, die für mich fahrtechnisch anspruchsvoll sind. Umso schöner ist es, dass ich die entscheidende Lücke herausfahren konnte und am Ende mit einem Vorsprung von eineinhalb Minuten ins Ziel gekommen bin.»
Mit ihrer Goldmedaille zog sie im internen PluSport-Medaillen-Spiegel ihrer Teamkollegin Celine van Till nach, die mit Doppel-Gold im Zeitfahren und Strassenrennen ihre beiden Titel erfolgreich verteidigen konnte.
Scott Bougden, Trainer der beiden PluSport-Athlet:innen, war nach den erfolgreichen Titelkämpfen glücklich: «Es war ein sehr erfolgreiches Wochenende und wir können sehr zufrieden sein. Die Erfolge kamen zwar nicht ganz unerwartet, aber man muss es im Rennen dann erst auf den Boden bekommen. So können wir uns jetzt mit viel Zuversicht auf die anstehende WM in den USA im September vorbereiten.»
13.06.2026: Sieg Nummer zwei für Celine van Till
Nach ihrem Sieg im Zeitfahren am Vortag gewann Celine van Till (Kategorie WT2) bei den Titelkämpfen auch das Strassenrennen und sicherte sich damit ihre zweite Goldmedaille. Die Schweizerin setzte sich eindrucksvoll vor Angelika Dreock-Käser (GER) durch. Bronze ging an Emma Lund aus Dänemark. Fabiano Wey fuhr in der Klasse MT1 in seinem zweiten Rennen auf Rang sechs.
Wie schon am Vortag waren auch die Handbikerinnen und Handbiker sehr erfolgreich: Sandra Fuhrer (WH4) und Fabian Recher (MH4) holten jeweils Gold in ihren Kategorien. Micha Wäfler (MH3) und Benjamin Früh (MH1) komplettierten die starke Schweizer Bilanz mit je einer Bronzemedaille.
12.06.2026 Erfolgreicher Auftakt für das Schweizer Para-Cycling-Team an der EM im italienischen Maniago.
Celine van Till wurde gleich am ersten Wettkampftag ihrer Favoritenrolle gerecht: In der Kategorie WT2 sicherte sie sich den Europameistertitel mit über einer Minute Vorsprung vor der Dänin Emma Lund und der Deutschen Angelika Dreock-Käser. Auch Flurina Rigling durfte über Edelmetall jubeln: In der Klasse WC2 gewann sie die Silbermedaille, 57 Sekunden hinter der Britin Amelia Cass und vor der Irin Heather Jameson. Abgerundet wurde der starke PluSport-Auftakt durch Christian Ackermann, der in der Kategorie MB den 13. Rang belegte, sowie Fabiano Wey, der mit Platz sieben in der Klasse MT1 eine Top-10-Klassierung erreichte.
Für weitere Schweizer Erfolge sorgten die Handbikerinnen und Handbiker: Sandra Fuhrer (WH4), Micha Wägfler (MH3) und Fabian Recher (MH4) fuhren jeweils zu EM-Gold. Benjamin Früh komplettierte die hervorragende Schweizer Bilanz mit der Bronzemedaille in der Kategorie MH1.
Nach dem ersten Tag ist die Schweiz mit diesen Erfolgen auf Rang vier im Medaillen-Spiegel.
Fotos (c) Scott Bougden
Franziska Matile-Dörig beendet Karriere, Dominic Geisseler klettert auf Rang 2
18.05.2026: Mit WM-Gold, Paralympics-Bronze und vielen emotionalen Erfolgen verabschiedet sich Franziska Matile-Dörig vom internationalen Para-Cycling. Dominic Geisseler kletterte in Salt Lake City bei den World Climbing Para Series 2026 auf Rang 2.
Mit einem Podestplatz verabschiedet sich Franziska Matile-Dörig von der internationalen Paracycling-Bühne: Die Schweizerin bestritt vor kurzem beim Weltcup in Gistel (BEL) nach ihrer Mutterschaftspause nicht nur ihr Comeback, sondern zugleich auch ihr letztes Rennen ihrer Karriere.
Zum Abschluss zeigte Matile-Dörig nochmals ihre ganze Klasse. Im Zeitfahren fuhr sie auf Rang 4, im Strassenrennen sprintete sie nach einem taktisch starken Rennen auf den hervorragenden 2. Platz. Danach verkündete die Appenzellerin ihren Rücktritt vom Wettkampfsport – aus medizinischen und familiären Gründen.
Die Paracyclerin hinterlässt beeindruckende Spuren: Wom überraschenden Weltcup-Podest in Maniago 2023 über WM-Gold im Zeitfahren an der Heim-WM in Zürich 2024 bis hin zur Bronze-Medaille an den Paralympics in Paris 2024. Nun schlägt Franziska Matile-Dörig ein neues Kapitel auf - mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck.
Foto (c) Sam Buchli
Dominic Geisseler klettert auf Rang 2
Die erste Etappe der World Climbing Para Series 2026 fand im Momentum Indoor Climbing Fort Union in Salt Lake City statt. Dieser von World Climbing organisierte internationale Wettkampf brachte 167 Athletinnen und Athleten aus 25 Ländern in einer intensiven und wettkampforientierten Atmosphäre zusammen und markierte den Startschuss für die internationale Para-Kletter-Saison 2026.
Das Schweizer Team wurde von Doris Rohner in der Kategorie RP1 und Dominic Geisseler in der Kategorie AU3 vertreten. In der Kategorie RP1, die Teil des Programms der Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles sein wird, war die Konkurrenz besonders stark, insbesondere durch eine starke US-amerikanische Vertretung mit fünf von elf Teilnehmerinnen. Doris Rohner belegte den 9. Platz. Auf dem Podium standen die US-Amerikanerin Melissa Ruiz (Gold), die Niederländerin Eva Mol (Silber) und die Deutsche Charlotte Faist (Bronze).
In der Kategorie AU3 waren zehn Athleten am Start. Dominic Geisseler zeigte eine hervorragende Leistung und gewann die Silbermedaille. Gold ging an den US-Amerikaner Mason Keough, während sein Landsmann Nathan McKinley mit der Bronzemedaille das Podium komplettierte.
Judo: Carmen Brussig gewinnt Bronze nach starkem Comeback
12. Mai 2026
Beim Grand Prix der International Blind Sports Federation Im Zhaksylyk-Ushkempirov-Wrestling-Palast in Astana (KAZ) gewann Carmen Brussig in der Klasse J2/-52 kg die Bronzemedaille. Nach einer Schulterverletzung und Operation war ihr Start lange ungewiss, doch die Schweizerin kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Nach einer Niederlage im Viertelfinal steigerte sie sich in der Repechage und besiegte die Brasilianerin Giovanna Rodrigues sowie im Kampf um Bronze die Luxemburgerin Caecilia Riedel jeweils mit starken Standkampftechniken und zwei Waza-ari. Die Medaille ist ein wichtiger Erfolg und ein richtiger Schritt auf dem Weg Richtung Paralympics 2028 in Los Angeles.
Nora Meister setzt ihre beeindruckende Erfolgsserie fort.
11. Mai 2026
Nach den Erfolgen in Lignano, Barcelona und Paris zeigt Nora Meister auch bei der World Series in Berlin eine starke Leistung. Über 400 m Freistil sichert sie sich erneut den Gesamtsieg und bestätigt damit ihre ausgezeichnete Form auf internationaler Bühne. Auch über 100 m Rücken überzeugt die Schweizerin mit einem starken Rennen und schwimmt auf Gesamtrang 2.
Ein weiteres Highlight gelingt ihr über 100 m Freistil: Dort verbessert Nora ihre persönliche Bestzeit und sichert sich im offenen Final über alle Startklassen die Bronzemedaille.
Auch Monique Schacher darf mit ihrem Auftritt in Berlin zufrieden sein: Über 150 m Lagen kämpft sie sich mit persönlicher Bestzeit auf Rang 6 vor und unterstreicht damit ihre positive Entwicklung.
Para-Cycling: Starke Schweizer Leistungen in Abruzzo
Beim Para-Cycling-Weltcup im italienischen Abruzzo hat das Schweizer Team erneut starke Leistungen gezeigt und seine gute Form in der laufenden Saison bestätigt: Für tolle Ergebnisse sorgten einmal mehr Flurina Rigling und Céline van Till. Flurina belegte im Strassenrennen mit einem starken Auftritt den 2. Platz und unterstrich damit ihre konstante Saisonleistung eindrucksvoll, was ihr am Ende den Sieg im Gesamtweltcup brachte. Noch weiter vorne lag Céline van Till, die im selben Rennen eine überzeugende Leistung zeigte und sich den Sieg sichern konnte.
Auch Laurent Garnier zeigte trotz eines hohen Anfangstempos und der damit verbundenen Belastung ein solides Rennen und klassierte sich im vorderen Feld.
Trainer Scott Bougden zog insgesamt ein positives Fazit: Besonders erfreulich sei der 3. Platz im Nationenranking, den das vergleichsweise kleine Schweizer Team erreichen konnte. Dies sei ein deutliches Zeichen für die starke Entwicklung des Teams.
Nach den erfolgreichen Rennen richtet sich der Fokus nun auf Regeneration und gezieltes Training in Richtung der Para-Rad-EM (12. bis 14. Juni 2026) in Italien.
Erfolgreiche Weltcup-Woche: Nora Meister glänzt in Paris, Flurina Rigling in Belgien
4. Mai 2026
Nora Meister startete letzte Woche fulminant in den Wettkampf und sicherte sich am ersten Tag den Sieg über 100 m Freistil. Zudem schwamm sie über 50 m Delfin auf Rang drei und übernahm damit früh die Führung in der Gesamtwertung der Weltcup-Serie. In Paris wurden die Resultate im Multiclass-Format gewertet, bei dem die Zeiten aller Startklassen zusammengeführt werden und pro Disziplin nur ein Medaillensatz vergeben wird. Meisters Leistungen sind entsprechend hoch einzustufen.
Auch Monique Schacher überzeugte zum Auftakt: Über 200 m Freistil qualifizierte sie sich für den Final und belegte nach einem taktisch klugen Rennen den starken fünften Platz.
Im weiteren Verlauf des Weltcups doppelte Meister nach und gewann auch die 400 m Freistil. Schacher zeigte erneut eine solide Leistung und klassierte sich über 50 m Brust auf Rang vier.
Zum Abschluss sicherte sich Meister über 100 m Rücken zudem die Silbermedaille und rundete damit ihre beeindruckende Bilanz in Paris ab.
Mit insgesamt drei Medaillen und der Führung im Gesamtweltcup bestätigte Nora Meister ihre Rolle als eine der aktuell stärksten Para-Schwimmerinnen der Welt.
Zwei Weltcup-Siege für Flurina Rigling in Belgien
Auch beim UCI Para-Cycling Weltcup im belgischen Gistel setzte das Schweizer Team ein Ausrufezeichen: Besonders im Fokus stand einmal mehr Flurina Rigling, die ihrer Favoritenrolle trotz nicht optimaler Voraussetzungen gerecht wurde.
Im Zeitfahren, das auf einem vergleichsweise kurzen und flachen, zugleich windanfälligen Kurs ausgetragen wurde, hatte Rigling nicht die besten Vorzeichen – andere Kurse liegen ihr besser. Dennoch setzte sie sich in ihrer Klasse durch und holte sich den Sieg. Im Strassenrennen konnte sie sich nicht entscheidend vom Feld absetzen, bestätigte aber ihre Konstanz und Klasse und holte sich auch dort den Sieg. Damit gelang ihr in Gistel ein Doppelerfolg.
Einen weiteren starken Schweizer Akzent setzte Franziska Matile-Dörig: Sie überraschte im Zeitfahren mit einem hervorragenden zweiten Platz, obwohl ihre Vorbereitung zuletzt durch eingeschränktes Training nicht ideal verlaufen war. Im Strassenrennen verpasste sie das Podest als Vierte nur knapp und bestätigte damit ihre gute Form.
Laurent Garnier zeigte in der Kategorie MC4 ebenfalls eine solide Leistung. Im Zeitfahren belegte er auf dem windigen und flachen Kurs Rang 15, während er sich im stark besetzten Strassenrennen leicht steigern konnte und ebenfalls im Mittelfeld (Platz 14) ins Ziel kam. Dabei beeinträchtigten ihn leichte Schmerzen an seiner Prothese, die für die kommenden Rennen behoben werden sollen.
Fotos (c) Scott Bugden
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