Rennprogramm
Mittwoch, 20.01.2027: Training
Donnerstag, 21.01.2027: Weltcup und Europacup
Freitag, 22.01.2027: Weltcup und Europacup
Samstag, 23.01.2027: Teamevent
Qualiläufe | Final-Heats | Siegerehrung
jeweils 09:30 bis ca.15:00 Uhr
Änderungen vorbehalten
Fotos: Samira Sutter & Alexandra Blum/FIS
Sportklassen
Sportklassen
SB-LL1: Behinderung am Unterkörper (leichtere Ausprägung)
SB-LL2: Behinderung am Unterkörper (stärkere Ausprägung)
SB-UL: Behinderung an einem oder beiden Armen
Um an Para Snowboard-Wettkämpfen teilnehmen zu können, müssen die Athlet:innen eine Beeinträchtigung haben, die zu einer der folgenden Formen gehört:
- Beeinträchtigte Muskelleistung
- Beeinträchtigung der Gliedmassen
- Beinlängenunterschied
- Hypertonie
- Ataxie
- Athetose
- Beeinträchtigung des passiven Bewegungsumfangs
Para Snowboard Kader
Nationalmannschaft
Aron Fahrni
Jahrgang: 1998
Wohnort: Oberthal BE
Disziplinen: Para Snowboard (Banked Slalom und Snowboardcross)
Behinderung: Subtotale Plexusparese, Einschränkung linker Arm
Social Media: Instagram, Facebook, LinkedIn
Homepage: Aron Fahrni
Beruf: Snowboarder
Hobbies: Sport, Musik, Kunst, Handwerkliches
Motto: Versuche nicht ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller - Albert Einstein
Romy Tschopp
Jahrgang: 1993
Wohnort: Sissach BL
Disziplinen: Snowboardcross, Banked Slalom
Behinderung: Spina bifida
Social Media: Instagram Facebook
Homepage: www.romytschopp.ch
Beruf: Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung
Hobbies: Sport in der Natur am liebsten gemeinsam mit tollen Menschen.
Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Fabrice Aimon von Grünigen
Jahrgang: 2001
Wohnort: Turbach BE
Disziplinen: Banked Slalom, Snowboard Cross
Behinderung: Vorderfussamputation rechts
Social Media: Instagram
Beruf: Gelernter Metallbauer EFZ / Outdoor Guide
Hobbies: Biken, Golfen, Klettern, Snowboarden
Motto: Z Bode chunsch ging
Elite-Kader
Förderkader
Laurin Zimmermann
Jahrgang: 2015
Wohnort: Weesen SG
Behinderung: Beidseitige Umserschenkel-Amputation und beide Teilhände
Trainer
Rückblick 2026
Vom 21. bis 23. Januar 2026 stand der Betelberg an der Lenk im Simmental erneut im Zeichen des internationalen Para-Snowboardcross. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr trafen sich beim FIS Para-Snowboardcross Europa- und Weltcup wieder die besten Athlet:innen, um wertvolle Weltcup-Punkte und wichtige Platzierungen im Hinblick auf die Paralympischen Winterspiele in Milano Cortina im März zu erkämpfen.
Ohne Schweizer Beteiligung am letzten Tag, aber mit einem sehr positiven Resümee ging der FIS Para-Snowboardcross Europa- und Weltcups auf dem Betelberg in der Lenk zu Ende.
Im abschliessenden Teambewerb am Betelberg setze sich das Duo Cecile Hernandez/Maxime Clarking aus Frankreich im Europacup an die Spitze. Der Sieg im Weltcup ging mit Yanhong Geng / Yonggang Zhu nach China. Die abschliessenden Rennen danden ohne Schweizer Beteiligung statt.
An den ersten beiden Wettkampftagen konnte die Schweiz dafür jubeln: Aron Fahrni zeigte an beiden Tagen starke Leistungen und belegte jeweils Rang drei in der Kategorie SB-UL und zeigte sich sehr zufrieden: «Kleinigkeiten gibt es noch zu analysieren, doch unterm Strich hat alles sehr gut geklappt.»
Teamkollege Fabrice von Grünigen (SB-LL2) verpasste am zweiten Tag als Vierter knapp das Podest, nachdem er am Vortag Fünfter geworden war. Sandro Bohnet (SB-LL1) erreichte im Europacup einmal Rang vier und verpasste am zweiten Tag das grosse Finale.
Perfekte Organisation am Betelberg
Neben den sportlichen Leistungen wurde auch die Organisation der Europa- und Weltcup-Station gelobt. Aron Fahrni meinte: «Es hat alles wie am Schnürchen geklappt, so hatte ich den Kopf frei für die Rennen.»
Die Veranstaltung profitierte von der engen Zusammenarbeit zwischen PluSport, den Bergbahnen Adelboden-Lenk, Lenk-Simmental Tourismus sowie weiteren lokalen und nationalen Partnern, die gemeinsam für reibungslose Abläufe und optimale Bedingungen sorgten. «Die Kooperation mit all unseren Partnern war hervorragend. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Athlet:innen voll auf den Wettkampf konzentrieren konnten», erklärte René Pfister, Bereichsleiter Marketing und Kommunikation bei PluSport.
Vor sechs Jahren entstand die Vision, in Lenk einen inklusiven Trainings- und Sportstützpunkt zu schaffen, mit dem Ziel, 3–5 Schweizer Athlet:innen zu den Paralympischen Winterspielen nach Milano-Cortina zu bringen. Pfister betont: «Heute ist diese Vision Realität: Wir werden mehrere Athlet:innen bei den Paralympics sehen. Zusätzlich hat das Projekt das Bewusstsein für den Para-Sport in der Region deutlich gestärkt. Das macht uns stolz, und wir haben bereits neue Ideen, die wir bald gemeinsam mit unseren Partnern umsetzen möchten.»
Rückblick 2025
Snowboard-Premiere mit Schweizer Podestplatz in der Lenk
Premiere in der Lenk: Dank der Initiative von Para Snowboard Nationaltrainer Silvan Hofer fanden erstmals Skicross, Snowboardcross und Para Snowboard Wettkämpfe auf derselben Strecke statt – ein Meilenstein für den inklusiven Wintersport! Die Schweizer Athlet:innen nutzten den Heimvorteil, allen voran Fabrice von Grünigen mit einem Podestplatz im Weltcup.
Die erstmalige Austragung eines Para Snowboardcross-Weltcups auf Schweizer Boden war gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere. Noch nie zuvor wurden auf derselben Strecke sowohl Skicross, Snowboardcross als auch Para Snowboardcross-Rennen durchgeführt. «Wir sind besonders stolz darauf, dass wir mit lediglich minimalen Anpassungen am Start alle drei Rennen auf demselben Cross durchführen konnten», betonte Chief of Competition Alexander Meier. «Dass der Cross für alle Wettkämpfe tadellos funktionierte, freut uns enorm.»
Die Umsetzung erfolgte durch Streckenbauer Guido van Meel von Swiss Ski in enger Zusammenarbeit mit dem Swiss Para Snowboard Team, den Funktionären der Boarding Association Berne (BABE), sowie den Bergbahnen Adelboden-Lenk.
Aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen wurden die Qualifikationsläufe des ersten Rennens auf Mittwoch vorgezogen – eine kluge Entscheidung, denn am Donnerstag war die Strecke unbefahrbar. Somit wurden die Qualifikationsergebnisse als Endwertung gewertet.
Für die Schweiz gab es Grund zum Jubeln: Fabrice von Grünigen nutzte seine starke Qualifikationsleistung optimal und sicherte sich den dritten Platz im Weltcup. Weniger zufrieden war er am zweiten Wettkampftag mit Rang 9. Auch Aron Fahrni und Romy Tschopp zeigten solide Leistungen mit Top-10-Platzierungen.
Im Europacup glänzte Sandro Bohnet mit einem ersten und einem zweiten Platz.
Ein voller Erfolg trotz Wetterkapriolen
Obwohl das Wetter dem Organisationsteam einiges abverlangte, wurde die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Möglich machte dies ein engagiertes Team von rund 20 Volunteers, unterstützt vom Zivilschutz und dem Volunteer-Team Microsoft. Die Veranstaltung wurde zudem durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen und nationalen Partnern wie Lenk-Simmental Tourismus, dem Berner Energiekonzern BKW, der SUVA und dem regionalen Gastgewerbe ermöglicht.
Nach dieser erfolgreichen Premiere reiste das Schweizer Para Snowboard Team direkt weiter zum nächsten Weltcup nach Österreich – mit wertvollen Erfahrungen und Rückenwind für kommende Rennen.
Aktuelles zum Para Snowboard
Seit Juni werden Athletinnen und Athleten aber auch deren Trainer:innen und andere relevante Personen bei Anliegen hinsichtlich Klassifikation professionell durch Laura Mangold als Verantwortliche Klassifikation begleitet. Die gemeinsam von Rollstuhlsport Schweiz und PluSport initiierte Stelle verfolgt das Ziel, Knowhow aufzubauen und ein nationales Netzwerk für Classifier zu fördern. Weiter sollen einheitliche Prozesse für anstehenden Klassifizierungen geschaffen werden, um Sportkarrieren optimal zu fördern.
Mit Laura Mangold haben die beiden Verbände eine ausgewiesene Expertin an Bord geholt. Sie bringt einen vielseitigen Hintergrund im paralympischen Sport sowie in den Gesundheitswissenschaften mit. Sie verfügt über einen Master of Science in Health Science & Technology der ETH Zürich, einen Bachelor in Physiotherapie der Universität Lund sowie einen Bachelor als Wirtschaftsingenieurin der Universität Karlsruhe. Bereits früh sammelte sie Erfahrungen im paralympischen Umfeld, unter anderem als Physiotherapeutin beim Deutschen Paralympischen Skiteam. Später leitete sie die Geschäftsstelle der WM Sportklettern 2023 in Bern.
Seit 2022 ist sie international als Classifier im Paraclimbing tätig und kennt die Klassifizierungsprozesse auf nationaler und internationaler Ebene sehr gut. Ihr breites Wissen und ihre vielseitigen Erfahrungen bringt sie zuerst in einem 30%-Pensum ein. Ab November beträgt ihr Arbeitspensum 50%.
«Das ist ein weiterer Meilenstein für die Professionalisierung des Schweizer Para-Sport. Die systematische Bearbeitung dieser Thematik und der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerkes an nationalen Klassifizier:innen stärkt die langfristige Perspektive des paralympischen Spitzensports.», so Tom Reulein, Bereichsleiter Spitzensport bei PluSport.