Paralympics PyeongChang 2018

9. -18. März 2018:
«Passion. Connected.»

Zehn Athleten und drei Athletinnen aus den Disziplinen Ski alpin, Langlauf und Rollstuhl-Curling werden die Schweiz bei den Paralympics in Südkorea vertreten. Das Ziel sind drei Medaillen.

Website Swiss Paralympic
Website PyeongChang2018
Offizieller Foto-Blog vom Swiss Paralympic Team

Michael Brügger

Wohnort: Plasselb/FR
Sportart: Ski Alpin standing
Wettkampfklasse: LW 4
Behinderung: Unterschenkelamputation
Geburtsdatum: 27. Mai 1982
Beruf: Skirennfahrer
Hobbies: Motocross, Downhillbike, Fitness
Sprache(n): Deutsch, Französisch

Robin Cuche

Wohnort: Saules/NE
Sportart: Ski Alpin standing
Wettkampfklasse: LW 9-2
Behinderung: Hemiplegie
Geburtsdatum: 21. Mai 1998
Beruf: Kaufmännischer Angestellter
Hobbies: Ski, Fussball
Sprache(n): Französisch, Deutsch

Théo Gmür

Wohnort: Haute-Nendaz/VS
Sportart: Ski Alpin standing
Wettkampfklasse: LW 9-1
Behinderung: Hemiplegie
Geburtsdatum: 08. August 1996
Beruf: Student
Hobbies: Joggen
Sprache(n): Französisch, Deutsch

Thomas Pfyl

Wohnort: Schwyz/SZ
Sportart: Ski Alpin standing
Wettkampfklasse: LW 9/2
Behinderung: Hemiparese rechts
Geburtsdatum 1. Januar 1987
Beruf: Aussendienstmitarbeiter und Skifahrer
Hobbies: Skifahren, Velofahren, Kollegen
Sprache(n): Deutsch

Luca Tavasci

Wohnort: Samedan/GR
Sportart: Ski Nordisch standing
Wettkampfklasse: LW 8
Behinderung: Aplasie der linken Hand
Geburtsdatum: 21. September 1993
Beruf: Student
Hobbies: Velofahren
Sprache(n): Deutsch, Italienisch

Athleten von Rollstuhlsport Schweiz

Christoph Kunz, Ski Alpin sitting
Reichenbach/BE 

Murat Pelit, Ski Alpin sitting
Stabio/TI 

Stephani Victor, Ski Alpin sitting
Park City (USA) 

Beatrix Blauel, Rollstuhl-Curling
Folgensbourg (FRA) 

Marcel Bodenmann, Rollstuhl-Curling
Pfungen/ZH 

Hans Burgener, Rollstuhl-Curling
Grindelwald/BE

Claudia Hüttenmoser, Rollstuhl-Curling
Goldach/SG 

Felix Wagner, Rollstuhl-Curling
Russikon/ZH

Ski Alpin

Angaben in Schweizer Zeit

Abfahrt
10. März 2018 ab 01.30 Uhr

Super-G
11. März 2018 ab 01.30 Uhr

Super-Kombination
13. März 2018 ab 01.30 Uhr (Super-G) und 07.00 Uhr (Slalom)

Riesenslalom
14. März 2018 ab 01.30 Uhr und 06.00 Uhr

Slalom Herren
17. März 2018 ab 01.30 Uhr und 06.00 Uhr

Slalom Damen
18. März 2018 ab 01.30 Uhr und 04.30 Uhr

Rollstuhl-Curling

10. März 2018
SUI v. CAN 06.35–09.00

11. März 2018
SUI v. GBR 01.35–04.00
SUI v. SVK 11.35–14.00

12. März 2018
SUI v. CHN 06.35–09.00
SUI v. NOR 11.35–14.00

13. März 2018
SUI v. FIN 06.35–09.00
SUI v. KOR 11.35–14.00

14. März 2018
SUI v. USA 01.35–04.00
SUI v. GER 11.35–14.00

15. März 2018
SUI v. NPA 01.35–04.00
SUI v. SWE 11.35–14.00

16. März 2018
Tie-Breaker 00.00–04.00
Semi-finals 06.35–09.00 11.35–14.00

17. März 2018
Bronze Medal Game 01.35–04.00
Gold Medal Game 06.35–09.25

Ski Nordisch

20km Freistil
12. März 2018 ab 02.00 Uhr

1km Sprint klassisch
14. März 2018 ab 02.00 Uhr

10km klassisch
17. März 2018 ab 02.00 Uhr

Erfreulicherweise überträgt Schweizer Radio und Fernsehen die Skirennen der Paralympics live. Stefan Hofmänner kommentiert direkt aus Pyeongchang.

Ebenfalls live zeigt SRF die Eröffnungs- sowie die Schlussfeier, letztere als Stream auf srf.ch/sport und in der SRF Sport App.

Die Highlights und Höhepunkte aus Schweizer Seicht werden zudem an ausgewählten Tagen im Magazin „Paralympics“ zusammengefasst.
Insgesamt dürfen Sie sich auf über 30 Livestunden von den Paralymipschen Winterspielen freuen.

Freitag, 9. März 2018
11.55 Uhr, SRF zwei Eröffnungsfeier live aus Pyeongchang

Samstag, 10. März 2018
01.25 Uhr, SRF zwei Abfahrt der Frauen und Männer (live)
10.25 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights
16.20 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights (Wiederholung)

Sonntag, 11. März 2018
01.25 Uhr, SRF zwei Super-G der Frauen und Männer (live)
09.00 Uhr, SRF zwei Super-G der Frauen und Männer (Teilaufzeichnung)
13.00 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights

Dienstag, 13. März 2018
01.25 Uhr, SRF zwei Super-Kombination der Frauen und Männer, Super-G (live)
05.15 Uhr, SRF zwei Super-G der Frauen und Männer (Teilaufzeichnung)
06.55 Uhr, SRF zwei Super-Kombination der Frauen und Männer, Slalom (live)
18.30 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights

Mittwoch, 14. März 2018
01.25 Uhr, SRF zwei Slalom der Männer, 1. Lauf (live)
04.30 Uhr, SRF zwei Super-Kombination der Frauen und Männer, Slalom (Teilaufzeichnung)
05.55 Uhr, SRF zwei Slalom der Männer, 2. Lauf (live)
11.25 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights
18.30 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights (Wiederholung)

Donnerstag, 15. März 2018
01.25 Uhr, SRF zwei Slalom der Frauen, 1. Lauf (live)
03.00 Uhr, SRF zwei Slalom der Männer (Teilaufzeichnung)
04.25 Uhr, SRF zwei Slalom der Frauen, 2. Lauf (live)
11.30 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights
14.15 Uhr, SRF zwei Slalom der Frauen (Teilaufzeichnung)
18.30 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights (Wiederholung)

Samstag, 17. März 2018
01.25 Uhr, SRF zwei Riesenslalom der Männer, 1. Lauf (live)
04.00 Uhr, SRF zwei Slalom der Frauen (Teilaufzeichnung)
05.55 Uhr, SRF zwei Riesenslalom der Männer, 2. Lauf (live)
12.05 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights

Sonntag, 18. März 2018
01.25 Uhr, SRF zwei Riesenslalom der Frauen, 1. Lauf (live)
03.05 Uhr, SRF zwei Riesenslalom der Männer (Teilaufzeichnung)
04.25 Uhr, SRF zwei Riesenslalom der Frauen, 2. Lauf (live)
11.55 Uhr, srf.ch/sport Schlussfeier live aus Pyeongchang
19.30 Uhr, SRF zwei Paralympics: Die Highlights

Montag, 19. März 2018
09.00 Uhr, SRF zwei Schlussfeier (Wiederholung)

Am Montag, 12., und Freitag, 16. März 2018, findet die Berichterstattung zu den Paralympics innerhalb der Sendung «sportaktuell» statt.

Paralympics-News

Von Rang 6 zur Halbzeit - mit 0,94 Sekunden Rückstand auf die Podestplätze - stiess Cuche im Finaldurchgang noch um drei Positionen nach vorne. Zuvor hatte der in Norditalien überragende Schweizer Athlet in der Abfahrt und im Super-G jeweils Gold und im Riesenslalom Silber gewonnen.

Auf den überlegenen Slalom-Sieger Alexej Bugajew aus Russland verlor Cuche, der in den Speed-Disziplinen deutlich stärker einzuschätzen ist, 3,18 Sekunden. Silber ging an den Neuseeländer Adam Hall (2,83 zurück).

Die weiteren Schweizer Starter, bei denen der Slalom ebenfalls nicht die Paradedisziplin ist, büssten viel Zeit ein. Emerick Sierro (14. Rang) verlor gut elf und Théo Gmür (17.) mehr als 13 Sekunden auf Bugajew.

In der Klasse Sitzend belegte Christophe Damas im Slalom mit knapp 13 Sekunden Rückstand auf den niederländischen Sieger Jeroen Kampschreur den 13. Rang. Pascal Christen schied im ersten Lauf aus.

Luca Tavasci zum Abschluss auf Rang 17

Der Langläufer war mit seinem Auftritt über 20 km zufrieden. Am Montag reist er nach Hause – am Dienstag kehrt er als Ingenieur in den Arbeitsalltag zurück.

Noch einmal die Kräfte bündeln, noch einmal alles investieren – und die Paralympics mit einer Klassierung in den Top 10 abschliessen: Mit dieser Einstellung startete Langläufer Luca Tavasci ins Rennen über 20 km. Der Bündner hat ein bemerkenswertes Pensum hinter sich. Drei Biathlon-Wettkämpfe hatte er bestritten und dabei die Ränge 15, 16 sowie 17 belegt, dazu kam ein 26. Platz im Langlaufsprint.

Bei schwierigen Bedingungen mit Regen in Tesero landete der 32-jährige Bündner am letzten Wettkampftag in 48:22,8 Minuten auf Rang 17. «Unterwegs hatte ich ein gutes Gefühl und sehr gutes Material», sagte er hinterher. «Ich versuchte, mich vom Wetter nicht beeindrucken zu lassen und glaube, dass mir das gelungen ist. Die Distanz hätte gerne noch etwas länger sein dürfen.»

Sein letzter Auftritt war für ihn – zusammen mit dem Biathlon-Bewerb über 12,5 km – der beste in Tesero. «Ich konnte mein Tempo durchziehen. Jetzt bin ich zwar ausgepumpt, aber alles in allem ging der Plan auf», erklärte er. Und: «Wir haben alles probiert und getan, was wir tun konnten.» Mit «wir» meinte er das Team, das hinter ihm steht. Stefan Weiss attestierte seinem Athleten eine gute Leistung: «Luca hat sich sehr gut verkauft. Er hat den einen oder anderen Konkurrenten hinter sich gelassen. Wir verlassen Tesero mit einem lachenden Auge.»

Am Montag nun reist Tavasci zurück ins Engadin, am Tag darauf nimmt er in einem Ingenieurbüro in St. Moritz die Arbeit wieder auf. Drei Monate hatte er unbezahlten Urlaub bezogen, um sich optimal auf die Paralympics vorbereiten zu können. Nun rückt der Beruf als Ingenieur wieder in den Vordergrund.

Fotos Langlauf: © KEYSTONE / CLAUDIO THOMA
Fotos Ski: Swiss Paralympic / Gabriel Monnet

Silber: Von Grünigen schreibt eine wunderschöne Geschichte

Freitag, 13. März 2026

Der 24-jährige Snowboarder erlitt vor einer Woche eine Gehirnerschütterung – nun erlebt er ein Happy End in Cortina: Er holt Silber im Banked Slalom.

Was für eine Geschichte! Was für ein Happy End! Snowboarder Fabrice von Grünigen fährt im Banked Slalom hinter dem Italiener Emanuel Perathoner auf Rang 2 – und das nach Tagen, in denen er um seinen Start in Cortina bangen musste.

Im ersten offiziellen Crosstraining hatte sich der 24-Jährige bei einem heftigen Sturz eine mittelschwere Gehirnerschütterung zugezogen. Von Grünigen, einer der Schweizer Debütanten an den Paralympics, verpasste den ersten Wettkampf – und wusste nicht, ob er sich bis zum Slalom erholen würde.

Der Saanenländer kämpfte sich zurück – auch dank optimaler Betreuung durch Teamärztin Marion Grögli und Physiotherapeutin Nadja Hartmann. «Bei ihnen war ich in den besten Händen», sagt von Grünigen. «Es geht mir wieder gut.»

Und dann lieferte er – am Freitag, dem 13. Der gross gewachsene Athlet, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt, feierte den bedeutendsten Erfolg seiner noch jungen Karriere.

Von Grünigen steht erst in seiner dritten Weltcupsaison und investiert immer mehr in den Sport. Während der Saison ist er als Profi unterwegs – ansonsten arbeitet er in einem Teilpensum als Mechaniker.

Aron Fahrni auf Rang 5

Keine zweite Medaille gab es für Aron Fahrni, der im Cross am vergangenen Sonntag Bronze gewonnen hatte. Am Ende fehlten dem Emmentaler lediglich 14 Hundertstel auf das Podest. «Im ersten Lauf fehlte ein bisschen die Aggressivität, im zweiten Durchgang beging ich einen grossen Fehler», erklärte er.

Alles in allem zog er aber ein positives Fazit seiner ersten Winterspiele: «Ich hatte Spass am Fahren, wollte diese Freude auch nach aussen tragen und finde es cool, dass ich eine Bronzemedaille mit nach Hause nehmen darf.»

Auf zweimal Gold folgt Silber

Robin Cuche gewinnt an den Paralympics in Norditalien seine dritte Medaille. Nach den Siegen in der Abfahrt und im Super-G holt der Neuenburger im Riesenslalom in der Kategorie Stehend Silber.

Drei Tage nach seinem Sturz in der Alpinen Kombination gelang es Cuche, an seine Erfolge in den Speed-Disziplinen anzuknüpfen.

Obwohl er kein ausgewiesener Technikspezialist ist, lag er bereits nach dem ersten Lauf als Zweiter auf Podestkurs. Bei milden Frühlingstemperaturen und entsprechend weicher Piste liess er sich auch durch den Nachteil einer späten Startnummer im zweiten Durchgang nicht mehr von den Medaillenrängen verdrängen.

Auf den französischen Sieger Arthur Bauchet büsste der Schweizer knapp zwei Sekunden ein. Bronze ging an den Halbzeit-Dritten Alexej Bugajew aus Russland.

Théo Gmür, der die Alpine Kombination ausgelassen hat, um sich für den Riesenslalom zu schonen, kam auch bei seinem dritten Start in Cortina nicht richtig auf Touren. Als Zehnter unmittelbar hinter Teamkollege Emerick Sierro klassiert, verpasste der 29-jährige Walliser den angestrebten Medaillengewinn erneut deutlich.

2018 in Pyeongchang hatte Gmür bei seinen ersten Paralympischen Spielen wie Cuche in diesem Jahr dreimal auf dem Podest gestanden.

Er gewann nicht nur in den beiden Speed-Disziplinen, sondern anschliessend auch im Riesenslalom Gold.

Fotos Snowboard: © KEYSTONE / CLAUDIO THOMA
Fotos Ski: Swiss Paralympic / Gabriel Monnet

Top10 für Emerick Sierro in der in der Alpinen Kombination

Dienstag, 10. März 2026

Bereits im Kombinations-Super G war klar: Es gibt heute keine weitere Medaille für Robin Cuche. Er rutschte in einer Kurve im oberen Streckenteil weg und schied aus. Immerhin: Nach einigen Minuten konnte der 27-Jährige selbstständig ins Ziel fahren. Nach Gold in der Abfahrt am Samstag und im Super-G am Montag kommt für Cuche also vorerst keine dritte Medaille an den Paralympics hinzu. «Ich war extrem müde heute Morgen», so Cuche. Der Franzose Arthur Bauchet sicherte sich den Sieg, auf den weiteren Podestplätzen folgten Federico Pelizzari aus Italien und Thomas Grochar aus Österreich.

Aus Schweizer Sicht sorgte Emerick Sierro für ein Highlight: Der erst 19-Jährige konnte sich im zweiten Lauf steigern und machte zwei Plätze gut. Am Ende belegte er Rang neun und erreichte damit erstmals eine Top-10-Platzierung bei den Paralympics. Nicht am Start stand hingegen der Schweizer Théo Gmür. Nach seinem Sturz im Super-G entschied sich der 29-Jährige, auf die Kombination zu verzichten und seine Kräfte stattdessen auf den Riesenslalom zu bündeln.

Langläufer Luca Tavasci verpasst den Final

Nach zwei Einsätzen im Biathlon stand für Luca Tavasci am Dienstag der erste Wettbewerb im Langlauf an. Im Klassisch-Sprint kam der Bündner aber nicht über den Prolog hinaus. Mit einer Zeit von 2:57,55 Minuten belegte er Rang 26 und verpasste damit den Einzug in die Halbfinals um rund 23 Sekunden. Dem 32-Jährigen machten die schwierigen Bedingungen zu schaffen. Tavasci ist leicht angeschlagen und verzichtet deshalb auf das Rennen über 10 km klassisch am Mittwoch. Der Athlet will den Tag zur Erholung nutzen, um sich gezielt auf Sonntag vorzubereiten. Dann steht zum Abschluss der Spiele das Rennen über 20 km an.

Tom Reulein: «Wir sind noch nicht fertig.»

Drei Medaillen – das war das Ziel, das Tom Reulein als Chef de Mission ausgab. Nach den ersten drei Wettkampftagen war es bereits erreicht dank Robin Cuche (Gold in der Abfahrt und im Super-G) sowie Aron Fahrni (Bronze im Snowboardcross). «Wir sind sehr zufrieden», sagt Reulein. «Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe.»

Durchaus Chancen sieht er im Banked Slalom der Snowboarder. Fahrni kann nach seinem Erfolg im Cross befreit fahren. Und vielleicht kann Fabrice von Grünigen nach seinem schweren Sturz vergangene Woche doch noch sein erstes Paralympicsrennen bestreiten. «Wir hoffen, dass die Zeit reicht», sagt der Delegationsleiter.

Im Riesenslalom traut er Théo Gmür einiges zu («er will etwas reissen»). Emerick Sierro hat als Newcomer mit seiner Unbeschwertheit in der Alpinen Kombination überzeugt (Rang 9). Und Luca Tavascis Lieblingsdisziplin steht mit dem 20-km-Rennen am Sonntag auch erst noch bevor. Das lässt Reulein zuversichtlich sagen: «Wir sind noch nicht fertig.

Fotos Swiss Paralympic / Gabriel Monnet

Gold Nummer 2 für Robin Cuche

Montag, 9. März 2026

Am Samstag der Triumph in der Abfahrt, nun die zweite Goldmedaille: In der Kategorie Stehend lässt sich Robin Cuche auch im Super-G nicht bezwingen. Der 27-jährige Neuenburger weist am Ende einen Vorsprung von fast einer Sekunde auf den US-Amerikaner Patrick Halgren auf. Jules Segers liegt als Dritter bereits 1,47 Sekunden zurück.

«Egal, was nun kommt: Die Spiele sind für mich jetzt schon ein Erfolg», hatte Cuche nach dem Gold in der Abfahrt erklärt. Als er an diesem Montag im Zielraum von Cortina abschwingt, erweckt er zunächst nicht den Eindruck, mit seiner Fahrt zufrieden zu sein. Er schüttelt mehrmals den Kopf. Hinterher sagt er: «Ich war ein bisschen genervt, weil ich ausgerechnet an jener Stelle einen Fehler beging, vor der mich der Trainer noch gewarnt hatte.»

Der Schnitzer fällt nicht ins Gewicht. Je länger das Rennen dauert, desto zufriedener wirkt Cuche. Und am Schluss ist er der Mann, der erneut jubeln darf und für die dritte Schweizer Medaille bei diesen Winterspielen sorgt. «Ich habe Gold nicht erwartet», sagt er. «Umso besser fühlt es sich an, gewonnen zu haben.» Dann fügt er hinzu: «Ich war noch nie so entspannt am Start wie heute.» Und mit welchen Zielen geht er die verbleibenden drei Wettkämpfe an? Ein Lächeln, dann die Antwort: «On verra.»

Als er kurz nach 13.30 Uhr seine zweite Goldmedaille erhält und auf dem Podest steht, fliessen keine Tränen mehr wie am Samstag. Cuche atmet zwei-, dreimal tief durch. Und kostet den Moment aus.

Glücklicher Chef de Mission

«Die Leistung von Robin ist nicht hoch genug einzuschätzen», lobt Tom Reulein, Chef de Mission. «Man sieht einfach, wie er auf dem Ski steht und mit welchem Mindset er unterwegs ist: Er ist ständig auf der Suche nach der schnellsten Linie. Das ist schlicht beeindruckend.»

Gmür 13., Sierro 15., Rotach 26.

Weniger gut ergeht es Routinier Théo Gmür. Der dreifache Goldmedaillengewinner von Pyeongchang 2018 fährt auf den 13. Rang und stürzt zu allem Überfluss nach der Zieleinfahrt auch noch.

Der erst 19-jährige Emerick Sierro schafft es auf Rang 15 und ist zufrieden mit der Klassierung nach Rang 16 in der Abfahrt: «Ich war viel weniger nervös als am Samstag und geniesse es, hier starten zu können.»

Ueli Rotach beendet sein allererstes Paralympics-Rennen auf Platz 26. «Im Starthaus war ich richtig nervös», sagt der Toggenburger. «Im Nachhinein frage ich mich, wieso ich so angespannt war. Das nächste Mal wird das kaum mehr der Fall sein. Jetzt bin ich froh, die Premiere hinter mir zu haben. Es fühlt sich sehr gut an.»

Christen 10. – Damas 19.

In der Kategorie Sitzend erreicht Pascal Christen Rang 10. Der Nidwaldner mit Wohnsitz in Nottwil ist danach zufrieden. «Endlich habe ich mein erstes Resultat», sagt er, nachdem er am Samstag das Rennen nicht beendet hatte. Im Ziel von Cortina freut er sich zudem besonders über Cuches Gold: «Die nehmen wir gerne.»

Christophe Damas fährt auf den 19. Platz. Auch für den Paralympics-Neuling ist es das erste Ergebnis in Cortina – am Samstag war auch er in der Abfahrt ausgeschieden. «Ich bin nicht ganz zufrieden, weiss aber, wo ich Zeit verloren habe.»

Fotos Swiss Paralympic / Gabriel Monnet

Aron Fahrni fährt zu Bronze

Sonntag, 8. März 2026

Der 27-jährige Emmentaler stiess in der Klasse mit Einschränkungen der oberen Extremitäten nach Platz 6 in den Setzungsläufen am Samstag durch jeweils 2. Plätze in seinen Läufen souverän in den Final vor. In diesem musste sich der Gesamtweltcupsieger dieser Saison gegen drei Chinesen behaupten. Einen davon liess er nach nicht optimalem Start noch hinter sich. Es resultierte die erste Medaille für die Schweizer Snowboardcrosser an Paralympischen Spielen und die zweite für die Schweizer Delegation in Norditalien, nachdem Robin Cuche bei den alpinen Skifahrern in der Kategorie Stehend am Tag zuvor Gold in der Abfahrt gewonnen hatte. Der Sieg ging an Ji Lijia, der sich vor seinem Landsmann Zhu Yonggang durchsetzte.

Die Strecke in Cortina d'Ampezzo bereitet in den vergangenen Tagen einigen Fahrern Probleme. Die Trainings waren geprägt von vielen Stürzen. Jenes am Freitag wurde nach dem Sturz von Fabrice von Grünigen abgebrochen. Der Schweizer zog sich eine Gehirnerschütterung zu und konnte nicht zum Wettkampf starten. Im Hinblick auf die Medaillenentscheidungen wurde die Strecke entsprechend entschärft, dennoch gab es wiederum einige teils schwere Stürze.

Biathlon: Luca Tavasci auf Rang 15

Luca Tavasci wird in seinem zweiten Biathlonrennen an den Paralympics Fünfzehnter. Mit seiner Leistung ist der Bündner mehrheitlich zufrieden.

Tavasci gelang bei seinem zweiten Einsatz eine Leistungssteigerung.

Der Langläufer, der erstmals an Paralympics auch im Biathlon an den Start geht, belegte in Tesero im Einzel über 12,5 Kilometer den 15. Schlussrang. Im Sprint am Samstag war er Siebzehnter geworden.

«Ich konnte eine gute Antwort auf den Samstag liefern», sagte der Bündner nach dem Rennen. Mit der läuferischen Leistung sei er zufrieden, und bei den zweiten zwei Schiessen habe er ebenfalls das zeigen können, was er von sich erwarte.

Nun hat Tavasci einen Tag Zeit, um sich zu erholen, ehe es mit Langlauf-Wettkämpfen weitergeht. Als Langläufer hat Tavasci bereits 2018 und 2022 an Paralympics teilgenommen.

Fotos: Swiss Paralympics / Gabriel Monnet & liveit.ch / Dominic Bruegger

Robin Cuche holt Gold in der Abfahrt

Samstag, 7. März 2026

Was für ein Schweizer Auftakt zu den Winterspielen 2026! Robin Cuche gewann am ersten Wettkampftag am Samstag in der Abfahrt Kategorie Stehend Gold. Für den Neuenburger ist es bei seiner vierten Paralympics-Teilnahme die erste Medaille. «Unglaublich», sagte er. «Ich rechnete mir in der Abfahrt die grössten Chancen auf eine Medaille aus. Und ehrlich gesagt: Mit Silber wäre ich nicht zufrieden gewesen.»

Den Triumph verdiente sich der 27-Jährige zweifellos. In dieser Saison sicherte er sich bereits die Abfahrtswertung. Dennoch zuckte er im Ziel zunächst mit den Schultern. Als Zweiter in seiner Kategorie gestartet, war er lange nicht sicher, was seine Zeit wert sein würde. «Es war keine perfekte Fahrt, aber es reichte zum Glück doch.»

Diplom für Théo Gmür

Seine ärgsten Konkurrenten Arthur Bauchet aus Frankreich und Alexej Bugajew aus Russland hielt er schliesslich um 0,61 beziehungsweise 1,15 Sekunden auf Distanz. Erst nach der Fahrt von Bauchet habe er sich langsam entspannen können. «Da wusste ich, dass der grösste Teil des Jobs getan ist.» Als Théo Gmür im Ziel war, realisierte er langsam, dass es für den Sieg reichen könnte.

Gmür klassierte sich als Sechster. Emerick Sierro, der dritte Schweizer in der Kategorie Stehend, fuhr auf den 16. Platz. Gmür, der zuletzt mit einer Knieverletzung zu kämpfen hatte, war glücklich über das Diplom. Auch Sierro äusserte sich nach seiner Paralympics-Premiere zufrieden: «Ich bin sehr glücklich. Es war ein super Moment.»

In der Kategorie Sitzend lief es den Schweizern weniger gut. Christophe Damas und Pascal Christen schieden aus. Beide hatten mit den anspruchsvollen Bedingungen zu kämpfen. «Der Schnee war zuerst hart und eisig, dann wurde er weicher und wieder härter. Es war schwierig, die Balance zu finden», sagte Damas.

Für die Schweizer Skifahrer steht nun ein Tag Pause an. Am Montag geht es mit dem Super-G weiter.

Biathlon: Luca Tavascis Premiere mit Rang 17

2018 und 2022 nahm Luca Tavasci als Langläufer an den Paralympics teil. 2026 startet er in Tesero auch als Biathlet – und erlebte am Samstag in dieser Disziplin seinen ersten Wettkampf. Im Sprint über 7,5 km belegte er den 17. Rang.

In der ersten Runde lief es dem 32-Jährigen noch sehr gut. Doch in der zweiten Runde warfen ihn drei Fehler im Liegendschiessen zurück. Nationaltrainer Stefan Weiss sprach hinterher von einem «Erfahrungsrennen». Tavasci steht bereits am Sonntag wieder im Einsatz, diesmal über 12,5 km mit vier Schiesseinlagen. Stefan Weiss ist zuversichtlich, dass Luca Tavasci sich bei seinem zweiten Auftritt steigern wird: «Luca ist gut drauf. Wir richten den Blick nach vorn und geben Vollgas.»

Fotos Swiss Paralympic / Gabriel Monnet

Paralympics 2026 feierlich eröffnet

Freitag, 6. März 2026

Klein, aber fein: So hatte Tom Reulein, der Chef de Mission, die Schweizer Paralympics-Delegation im Vorfeld der Winterspiele genannt. Klein, aber fein - so war dann auch die Eröffnungsfeier im House of Switzerland in Cortina. Um 17.30 Uhr wurde eine Zeremonie in familiärem Rahmen gefeiert.

Zum italienischen Schlager-Klassiker Felicità, der das Glück in all seinen Facetten besingt, begab sich die Delegation mit Fahnenträger Théo Gmür auf die Bühne. Dort wurden sie von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider begrüsst: «Es erfüllt mich mit Freude, dass der Para-Sport in den kommenden Tagen im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.» Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Inneren wünscht sich, dass diese Aufmerksamkeit nicht mit der Schlussfeier endet: «Es sollen viele Menschen inspiriert werden.» 

Pech für Fabrice von Grünigen

Fabrice von Grünigen stürzte im ersten offiziellen Snowboardcross-Training am Tag der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele. Der Berner Oberländer zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu und wird die Snowboardcross-Qualifikation am Samstag, und entsprechend auch die Finals am Sonntag, verpassen.

Der Berner Oberländer, der bei einem Sprung zu Fall kam, wurde von Einsatzkräften vor Ort versorgt. «Die Rettungskette hat bestens funktioniert. Fabrice wurde schnell und professionell versorgt. Im Moment steht seine Gesundheit im Vordergrund», sagt der Chef de mission Tom Reulein.

Nach medizinischen Abklärungen im Spital in Cortina, bei denen keine weiteren Verletzungen festgestellt wurden, wurde von Grünigen entlassen und ist nun zurück im paralympischen Dorf. Dort wird er weiter von Teamärztin Marion Grögli betreut. Ob er im Banked Slalom, der zweiten Snowboard-Disziplin, am 14. März starten kann, ist noch offen.