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Schneesport kennt keine Grenzen – Inklusions-Event für Kinder und Jugendliche

Für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen aus dem Berner Oberland ist Ski- und Snowboardfahren die normalste Sache der Welt, gewöhnliche Sportarten welche meist schon im Kindesalter erlernt wurden. Doch was passiert, wenn plötzlich eine Beeinträchtigung vorliegt? Ist Schneesport dann noch möglich? Auf die Suche nach einer Antwort auf diese Frage gingen die Teilnehmenden des Workshops «Inklusion im Schneesport».

Am frühen Morgen des 24. Januar 2026 starteten 23 Teilnehmende aus unterschiedlichen Schneesportvereinen in dieses besondere Schneesport-Abenteuer. Neugierig, offen und voller Vorfreude blickten sie dem bevorstehenden Tag entgegen. Schon bald wurde deutlich: Schneesport kennt keine Grenzen.

Bereits bei der Vorstellung des Leitungsteams von PluSport staunten die Kinder und Jugendlichen, dass sie an diesem Tag auch von Personen mit einer Beeinträchtigung auf der Piste begleitet werden. Das Eis war schnell gebrochen, und bei Fragen wie: «Wie hast du in der Schule geschrieben, wenn du deine Hände nicht nutzen kannst?» oder «Sitzen Snowboarder seitlich im Dualskibob?» entstanden offene und spannende Gespräche.

Um möglichst viele eigene Erfahrungen sammeln und verschiedene Beeinträchtigungsformen durch Selbsterfahrung kennenlernen zu können, wurden die Teilnehmenden in vier Gruppen eingeteilt. Mit viel Spannung und «Gwunder» erlebten sie im Wechsel die unterschiedlichen Stationen. Vorgestellt wurden Schneesport mit einer Sehbeeinträchtigung, mit physischen Beeinträchtigungen im Stehen und im Sitzen sowie das Thema Verhaltensauffälligkeiten die zum Beispiel bei  ADHS und Autismus Spektrum Störungen auftreten können.

Ein besonderes Highlight für viele war die Fahrt im Dualskibob. Spätestens hier wurde allen klar: Am Schneesport kann jeder Mensch teilhaben. Diese Erkenntnis brachte auch Teilnehmerin Leona auf den Punkt.
«Bevor ich mich unglücklich am Knie verletzt habe, durfte ich erfahren, dass man auch ohne Sehkraft Snowboarden kann. Ich hätte nie erwartet, dass dies möglich ist. Spätestens als Passagierin im Dualskibob war mir bewusst, der Schneesport kennt keine Grenzen.»

Nach einem intensiven und lehrreichen Tag traten die Teilnehmenden ihre Heimreise an – bereichert mit neuen Erfahrungen, erweiterten Perspektiven und bleibenden Erinnerungen an einen ganz besonderen Schneetag. 

Das OK und die Verantwortlichen Personen aus den mitwirkenden Vereinen und Verbänden bestehend aus dem Ski Klub Thun, PluSport, dem RLZ Frutigen und Swiss-Ski sind mit dem Event mehr als zufrieden. Auch die Inklusions-Verantwortliche von Swiss Olympic, welche den Anlass besuchte, war sehr begeistert und äusserte ihren Dank gegenüber den Organisatoren.

Das schweizweit erstmalig durchgeführte Pilotprojekt erhielt von allen Teilnehmenden durchweg positives Feedback. Es gelang, Begeisterung für das Thema zu wecken und eine sehr angenehme und von gegenseitigem Respekt geprägte Stimmung auf der Piste zu schaffen. Auch die Inclusion-Coaches von PluSport waren vom Mut und der Offenheit der Kinder und Jugendlichen sehr beeindruckt. 

 

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