Es gibt Einsichten, die in keinem Handbuch stehen. Sie entstehen erst, wenn man den gewohnten Standpunkt verlässt und die Welt für einen Moment mit anderen Sinnen wahrnimmt. Genau hier setzen unsere Workshops und Inputs an, und drei Begegnungen der letzten Wochen zeigen, wie vielfältig die Wege zu mehr Inklusion sein können.
Lehrpersonen als Brückenbauer:innen
An der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZH) schulte Daniela Loosli eine Gruppe von Lehrpersonen für einen Workshop-Block ihrer Projektwoche zum Thema Behinderung und Inklusion. Das Ziel war klar umrissen: Die Lehrpersonen sollten befähigt werden, das Thema mit ihren Lernenden praxisnah und erlebbar zu gestalten. Selbsterfahrungen an verschiedenen Posten wechselten sich mit Hintergrundwissen, angeregten Diskussionen und Reflexionsfragen ab. Vertieft wurde das Erlebte mit den Lernbausteinen von PluSport, die den Lehrpersonen auch im Schulalltag als Werkzeug dienen. Wir danken allen Beteiligten für ihre Offenheit, insbesondere Lisa Vollenweider und Kevin Benz für die Zusammenarbeit, und wünschen der ABZH eine gelungene Projektwoche.
Laufen im Vertrauen
Am 22. September gab Chantal Cavin im Rahmen der esa-Kernausbildung von Swiss Athletics in St. Gallen einen Input zu Behindertensport und Inklusion. Auf die theoretische Einführung in den Behindertensport und die Arbeit von PluSport folgte die Praxis: Beim Blindenjogging erlebten die elf Teilnehmenden, was es heisst, sich beim Laufen auf andere Sinne und ganz auf eine Begleitperson zu verlassen. In der anschliessenden Reflexion wurden die Eindrücke gemeinsam vertieft. Besonders wertvoll war, dass Chantal Cavin ihre eigenen Erfahrungen einbringen und die Fragen der Teilnehmenden aus erster Hand beantworten konnte. Bei strahlendem Herbstwetter herrschte eine durchwegs positive Stimmung, und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, war beeindruckend. Herzlichen Dank an Swiss Athletics und alle Teilnehmenden. Wie Vereine selbst inklusiver werden können, zeigt Swiss Athletics durch Inklusiv werden.
Eine Bergwelt für alle
Beim Clubabend des SAC Uto erhielt Daniela Loosli Gelegenheit, das Thema Inklusion zu beleuchten und die Angebote von PluSport vorzustellen. Daraus entwickelte sich ein lebhafter Austausch mit den Gästen über die Frage, wie Inklusion im Bergsport konkret gelebt werden kann. Die Sektion hat sich vorgenommen, den Zugang zur Bergwelt für alle Menschen zu verbessern und Inklusion dauerhaft als selbstverständlichen Teil ihres Vereinslebens zu verankern. Bemerkenswert ist, dass sie dabei von Beginn an verschiedene Partner sowie Menschen mit eigener Erfahrung einbezieht. Wo unterschiedliche Blickwinkel aufeinandertreffen, entstehen neue Ideen und tragfähige Lösungen. PluSport freut sich darauf, den nächsten Schritt gemeinsam mit dem SAC Uto zu gehen.
So verschieden die drei Schauplätze waren, so deutlich verbindet sie eine Erkenntnis: Inklusion erschöpft sich nicht im Reden über sie. Sie beginnt dort, wo Menschen bereit sind, Erfahrungen zu machen, die Perspektive zu wechseln und voneinander zu lernen.
Interessieren Sie sich für einen Workshop, einen Input oder ein Coaching für Ihre Schule, Ihren Verein oder Ihre Organisation?
Alle Informationen finden Sie bei Inclusion-Coaching von PluSport