World Para Alpine Skiing Europa Cup St. Moritz

Geglückter Jahresabschluss mit dem Europacup-Rennen in St. Moritz

Das Europacup-Rennen war trotz Corona-Herausforderungen ein voller Erfolg. Die unter den Erwartungen gebliebene Schweizer Leistung war jedoch ein kleiner Wermutstropfen. Die meisten Schweizer Athleten und Athletinnen erlebten am Europacup-Heimrennen eine Enttäuschung. Im Riesenslalom reichte es für 2 Podestplätze für die Schweiz: Théo Gmür und Pascal Christen wurden beide Dritte und am letzten Renntag gewann Murat Pelit mit dem 3. Rang eine Bronzemedaille im Slalom.

    

Dennoch zieht der Nationaltrainer Grég Chambaz ein positives Fazit:

«Die Athleten und der Staff haben sich riesig gefreut nach St. Moritz zu kommen. Die perfekte Piste, die professionelle Organisation und am Ende auch das gute Wetter waren der ideale Einstieg in die Wintersaison 2020/21. Podestplätze und Medaillen folgen dann hoffentlich im Januar an den Weltcuprennen in Saalbach und Veysonnaz.»

Wir haben Martin Berthod, Gemeindevorsteher von St. Moritz gefragt, wie wichtig war es für St. Moritz, dass nach den Absagen der FIS Rennen die Para-Skirennen in St. Moritz durchgeführt werden konnten?

«Absagen sind immer schwierig, vor allem wenn man mit viel Aufwand bereit ist und dann die äusseren Umstände mit grossen Neuschneemengen eine Durchführung kurzfristig verunmöglichen.  Umso schöner ist es dann, wenn wieder erfolgreiche Events zur Zufriedenheit aller die Geschichte von St. Moritz bereichern. Jeder Anlass in dieser Grösse hat seine eigene Wichtigkeit, und das ist das Spannende bzw. bildet die Basis von Organisationen auf diesem Niveau.»

Hier die Infos zu den einzelnen Renntagen:

1.Renntag – 16.12.2020 - Riesenslalom
Leider reichte es für die Schweizerinnen nicht für einen Podestplatz. Dafür sicherte sich Thomas Pfyl nach dem ersten Lauf mit dem Rang 2 eine gute Ausgangslage für einen Podestplatz. Leider unterlief ihm im 2. Lauf ein schwerwiegender Fehler, weshalb er dann letztendlich auf den 8. Platz zurückfiel.

2. Renntag – 17.12.2020 - Riesenslalom
Was für ein toller Tag! Unter besten Bedingungen und bei schönstem Wetter konnten die heutigen Rennen stattfinden. Zwar war bereits gestern der erste Renntag, das erste Rennen der Herren konnte aber erst heute Morgen beendet werden. Aus Schweizer Sicht war die Bilanz mittelmässig. Unsere Ski-Cracks konnten ihr Potential nicht abrufen. Beim Riesenslalom gab es die ersten Podestplätze für die Schweiz: Théo Gmür und Pascal Christen wurden beide 3.

3. Renntag – 18.12.2020 - Slalom
Auch heute konnten alle Rennen wieder unter besten Bedingungen durchgeführt werden. Leider reichte die Leistung der Schweizer knapp nicht für einen Podestplatz – bester Schweizer war Thomas Pfyl auf Platz 4. Ueli Rotach, Murat Peli und Pascal Christen sind im 2. Lauf ausgeschieden

4. Renntag – 19.12.2020 – Slalom
Unsere Schweizer Hoffnungen Robin Cuche, Thomas Pfyl und Bigna Schmidt schieden bereits im ersten Lauf aus. Ueli Rotach und Théo Gmür mussten aufgrund einigen Blessuren auf einen Start verzichten. Einzig Murat Pelit schaffte es mit dem 3. Rang aufs Podest.

Ausserordentliche Leistungen erzielten bei den Damen in der Kategorie Vision Impaired die Slovakin Henrieta Farkosava mit 3 Goldmedaillen. In der stehenden Kategorie überzeugte die Französin Marie Bochet ebenfalls mit 3 Goldmedaillen. Bei den Herren gab es auch ganz klare Überflieger. In der Kategorie Vision Impaired holte sich der Österreicher Johannes Aigner gleich 4 Goldmedallien, in der Kategorie Stehend reichte es für den Franzosen Arthur Bochat auch für 4 Goldmedaillen und in der Kategorie Sitzend erzielte der Niederländer Jeroen Kampschreur 3 Mal Gold.

Rennprogramm

16.12.2020 Mittwoch:             Riesenslalom 1
Resultate: Damen  Herren

17.12.2020 Donnerstag:        Riesenslalom 2
Resultate: Damen  Herren

18.12.2020 Freitag:               Slalom 1
Resultate: Damen  Herren

19.12.2020 Samstag:            Slalom 2
Resultate: Damen  Herren

Entscheid der Vernunft

«Die PluSport Parallel-Challenge ist die Hauptattraktion unseres Gästeprogrammes, schweren Herzens müssen wir dieses Jahr auf den integrativen Sportevent verzichten,» bedauert Hanni Kloimstein, Bereichsleiterin Sport und Entwicklung sowie Stv. Geschäftsführerin von PluSport.

Wer bereits einmal dabei war, will diese ausserordentliche und beeindruckende Erfahrung nicht mehr missen. Im Gegenteil, die Teilnehmer kommen immer wieder zurück nach St. Moritz und schätzen den direkten Kontakt zu den Top-Athleten.

Die nächste PluSport Parallel-Challenge erwartet Sie im Dezember 2021.

Was genau ist denn die PluSport Parallel-Challenge?

Es handelt sich um einen einzigartigen und integrativen Parallelslalom mit Weltgrössen des paralympischen Skisports. Ein ausgeklügeltes Faktorensystem ermöglicht einen fairen und spannenden Wettbewerb. Die PluSport Parallel-Challenge wurde von PluSport erfunden und stetig weiterentwickelt.

Die PluSport Parallel-Challenge wird als Team-Event mit 3 Fahrern durchgeführt, dabei muss mind. 1 Frau mitfahren. Es können sich aber auch Einzelpersonen anmelden; diese werden in einem offenen Team eingeteilt.

Dieser integrative Sportevent anerbietet sich als persönliche Herausforderung genauso wie als Team-Event für eine Firma, einen Verein oder gar für die eigene Familie. Wünschen Sie mehr Informationen? So kommen Sie ungeniert auf uns zu.

PluSport hat unter dem Namen «Freunde des Para-Skisport St. Moritz» einen zweckgebundenen Fonds eingerichtet. Damit wird die Unterstützung der Aktivitäten von PluSport im Rahmen der WPAS Para-Skirennen Welt- und Europacup in St. Moritz, für die Organisation, Entwicklung und Durchführung der Renntage und des integrativen Parallel-Slaloms vor Ort ermöglicht.

Jeder Beitrag zählt, um die Skirennen in St. Moritz weiterhin durchführen zu können. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung bereits jetzt!

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