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Weltcupstart in Veysonnaz

Über eine Woche Skirennen für Para-Skisportler in Veysonnaz – das machen Veysonnaz-Timing und PluSport möglich. Der Kanton Wallis gab grünes Licht für das erarbeitete Schutzkonzept und die Organisatoren arbeiten mit Hochdruck an guten Pistenverhältnissen für Théo Gmür und Co.

Veysonnaz mit der berühmten «Piste de l’Ours» ist das Heimrennen für den dreifachen Paralympics-Sieger Théo Gmür. Er lebt in Haute-Nendaz, nur wenige Kilometer von Veysonnaz entfernt. Für Gmür sind seine Heimrennen natürlich immer speziell: «Ich freue mich immer, wenn ich hier fahren darf. Schade ist zwar, dass die Rennen ohne Zuschauer stattfinden, aber immerhin gibt es Rennen», so Gmür, der 2018 dreimal Paralympics-Gold holte und dank dieser Leistung zum Behindertensportler des Jahres gewählt wurde.

PluSport-Nationaltrainer Greg Chambaz ist froh um die «geballte Ladung an Rennen» im Wallis, nachdem im Dezember erste Wettkämpfe in St. Moritz hatten stattfinden können. Denn die Weltmeisterschaften und weitere Rennen wurden inzwischen abgesagt. «Das war natürlich sehr schlimm. Mit einem Schlag fiel für unsere Athleten das grosse Saisonziel weg.» Nach Veysonnaz sind noch Rennen in Österreich und Russland geplant. Die Saison wäre damit zwar sehr kurz, hätte aber immerhin durchgeführt werden können.

Didier Bonvin der Organisator
In Veysonnaz zieht Didier Bonvin die Fäden. Bonvin ist sein ganzes Leben lang mit dem Skisport verbunden und organisiert nun die neun Rennen. «Es gab Gespräche und etliche Varianten für die Schutzkonzepte. Jetzt passt alles und wir freuen uns natürlich sehr», zeigt sich Bonvin zufrieden mit der Planung. Erwartet werden rund 100 Athleten aus 20 Nationen.

Gmür, Cuche und Co.
Im Schweizer Kader gibt es im Vergleich zur letzten Saison kaum Änderungen. Der Routinier Thomas Pfyl ist der Fahrer mit den konstantesten Leistungen. Der 33-jährige Schwyzer fuhr letztes Jahr regelmässig in die Top 5 und beendete den Gesamt-Weltcup im Winter 19/20 als Dritter. «Thomas wird auch in dieser Saison vorne mitfahren», ist Nationaltrainer Chambaz überzeugt. Ähnlich sieht er die Ausgangslage bei Robin Cuche. Der 22-jährige Neuenburger konzentriert sich wieder voll auf den Sport. Froh ist Chambaz natürlich auch über die Rückkehr von Théo Gmür, dem «Überflieger» der Saisons 2017/18 und 2018/19. Der 24-Jährige musste zuletzt verletzungsbedingt eine ganze Saison auslassen. 
 

Das Rennprogramm

Weltcup-Rennen

  • 20.1.2021 : Riesenslalom 1, 09.30/12.00 Uhr
  • 21.1.2021 : Riesenslalom 2, 09.30/12.00 Uhr
  • 22.1.2021 : Slalom 1, 09.30/12.00 Uhr
  • 23.1.2021 : Slalom 2, 09.30/12.00 Uhr

Europacup-Rennen

  • 19.1.21 : Riesenslalom 9.30/12.00 Uhr

Nachwuchs-Rennen

  • 27.1.21 : Abfahrt 10.00 / 12.00 Uhr
  • 28.1.21 : Super-G 9.30 / 12.00 Uhr
     

Die Schweizer Athleten

Kategorie Sitzend

  • Murat Pelit TI
  • Pascal Christen NW

Kategorie Stehend

  • Thomas Pfyl SZ, Gesamtweltcupsieger 2006/07, neunfacher WM-Medaillengewinner
  • Robin Cuche NE, WM-Silber 2017
  • Théo Gmür, VS, dreifacher Paralympics-Goldmedaillengewinner 2018
  • Bigna Schmidt GR, mehrfache Weltcup-Podestfahrerin
  • Ueli Rotach, PluSport Newcomer des Jahres 2019, fährt die Europacup- und Nachwuchs-Rennen