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Der Schweizerischer Fussballverband SFV arbeitet künftig mit PluSport zusammen

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat mit PluSport eine Vereinbarung für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bereich des Behindertenfussballs abgeschlossen.

Der Schweizerische Fussballverband SFV und PluSport streben eine langfristige Partnerschaft an. Beide Parteien wollen Synergien nutzen, gemeinsam den Fussball für alle fördern sowie Know-how austauschen. Damit sollen möglichst viele Menschen zum aktiven Fussballspiel animiert werden. Gleichzeitig wird ein nationales Förderprogramm für Fussballspieler mit Behinderung entwickelt, die Sportstätten und Infrastrukturen sollen vermehrt barrierefrei gebaut werden und Menschen mit und ohne Behinderung sollen an Grossanlässen sich vermehrt begegnen. Mit anderen Worten: Behindertenfussball soll einen Stammplatz in der Schweizer Sportlandschaft erhalten.

Blindenfussballturnier in Polen

Gefördert wird in Zukunft auch der Blindenfussball. Die schweizerische Blindenfussball Nationalmannschaft reist am 9. Mai 2018 zum dritten «IBSA Blind Football Euro Challenge Cup» im polnischen Krakau an. Die weiteren teilnehmenden Nationen sind Irland, Polen, Österreich, Weissrussland und Ungarn.

Das Turnier dauert 3 Tage und findet vom 9. bis 12. Mai 2018 statt.

Informationen bei Ibsasport

So funktioniert Blindenfussball

Beim Blindenfussball treten zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gegeneinander an. Die vier Feldspieler sind blind oder haben einen geringeren Sehrest. Eventuelle Unterschiede werden durch Augenklappen ausgeglichen, um für alle Spieler die gleichen Voraussetzungen zu schaffen. Einzig die Torhüter dürfen sehen, allerdings müssen diese in ihrem Torraum bleiben und dürfen den Ball auch nur dort annehmen. Blinde Sportler spielen nach ihrem Gehör und Orientierungssinn, weshalb der Ball eingebaute Rasseln hat. Ausserdem ist er kleiner und deutlich schwerer als ein üblicher Fussball (ähnlich einem Futsal-Ball), so kann er nah am Spieler bleiben und springt nicht zu hoch. Zur Sicherheit tragen alle Spieler einen Kopfschutz.

Das Spielfeld misst 20 x 40 Meter, die Längsseiten sind durch Banden begrenzt, die ins Spiel aktiv mit einbezogen werden. Die reine Spielzeit beträgt 2 x 25 Minuten. Das Tor hat beim Blindenfussball die Masse vom Handballtor, 2 x 3 Meter.

Anbei ein Video von den IBSA Blindenfussball Europameisterschaften 2017 in Berlin.