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Behindertensport Appenzell Vorderland mit Spezialvelos durch die Linthebene

Wiederum waren die Vorderländer Behindertensportler auf Velotour. 56 Sportler und Betreuer radelten während zwei Tagen von Sargans nach Rapperswil. Übernachtet wurde in Filzbach.

Man könnte die Velotour auch "Unternehmen Ebenter und Co." nennen, denn das zweitägige Erlebnis für rund dreißig Sportler beginnt jeweils ein halbes Jahr zuvor, wenn Albert Ebneter und Schwiegersohn Martin Böhler, beide Heiden, die Tour route in verschiedenen Wochenendausfahrten festlegen. Eine Woche vor Beginn werden dann die Spezialvelos, Rollfiets und Tandems, von verschiedenen Familien aus der ganzen Ostschweiz zusammengesammelt. Die Piloten für die Spezialvelos wurden bereits vor einem Jahr verpflichtet, es sind dies Albert Ebneters Verwandte, Arbeitskollegen und Freunde sowie Behindertensportleiter. Außerdem steuerte Christina Graf wie im vergangenen Jahr den Firmenbus, welchen Ebnetes Chef Karl Streuli aus Rorschacherberg seit Jahren zur Verfügung stellt. Die medizinische Betreuung oblag den Physiotherapeutinnen Eva Maria Steiner, Rorschach, und Elisabeth Gröli, Rehetobel. Doch nicht nur Tourleitung und Helfer kommen aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis von Albert Ebneter, auch dem Kochteam, geleitet von Albert Ebnetes Frau Ruth, gehören seine Töchter Ruth und Eveline, an. Außerdem halfen die Freundin von Ebenters Göttikind sowie eine ehemalige Leiterin.

Zwanzig Jahre Sagurna
Wenn Engel reisen, lacht der Himmel. So fuhren die Vorderländer mit fünf Gästen aus Innerrhoden per Postauto und Zug nach Sargans. Dort ging es zuerst zum Kaffee, wo Albert Ebneter Franz Sagurna ehrte. Der Walzenhauser transportiert seit zwanzig Jahren die Velos zum Ausgangspunkt und zurück nach Heiden, zuvor unterstützt von Sohn Franz, in jüngster Zeit von Schwiegersohn Peter Zähner.  Dann wurde gestartet: alle waren auf ihrem Platz, auch die Verkehrskadetten und so fuhr die Gruppe nach Walenstadt, wo die Kochgruppe im katholischen Kirchgemeindehaus ein viergängiges Menü servierte. Weiter ging es über Wesen nach Mollis. Hier wurden die Räder in den Garagen von Bruder Bernhard Ebneter untergebracht. Das Postauto führte die Gruppe zum Seminarhotel Lihn, Filzbach. Nach einem reichhaltigen Nacht- und Morgenessen ging die Fahrt von Mollis über Niederurnen nach Benken. Dort hatte der Spelterinerhof-Doggen das Mittagessen für die Velofahrer parat. Gestärkt wurde das letzte Teilstück Benken, Kaltbrunn, Schmerikon und bis nach Rapperswil in Angriff genommen. Doch die Linthebene hatte seine Tücken, es gab starken Gegenwind, der alle noch einmal forderte. Dennoch kam die ganze Gruppe gut beim Technikum an, wo Franz Sagurna zum zwanzigsten Mal die Velos übernahm und nach Heiden chauffierte. Mit dem Zug fuhr die Gruppe nach St. Gallen und weiter per Postauto ins Vorderland, wo die Meisten im Restaurant Bären in Heiden das zweitägige Erlebnis nochmals Revue passieren zuließen.