Sports for all abilities

"Sports for all abilities" bedeutet, Sport für und von Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten.

Erfolgreiche Pädagogen, Führungskräfte und Sportler setzen längst auf die konsequente Förderung der Stärken, womit, wie man weiss, gleichzeitig Schwächen beseitigt werden.

Jeder Mensch hat unverkennbare Stärken, selbstverständlich auch derjenige mit einer sogenannten Behinderung. Auch bei ihm geht es in erster Linie um seine Fähigkeiten und nicht, wie landläufig üblich, um die Würdigung seiner Einschränkung. Würden wir etwa bei einem rechtsfüssigen Fussballer zunächst von seiner Unfähigkeit sprechen, den Ball linksfüssig zu spielen?

Gerade Behindertensportler entwickeln zuweilen aussergewöhnliche Eigenschaften. Hätte beispielsweise ein Spitzenfussballer das Antizipationsvermögen eines blinden Kollegen, wäre er wohl um Klassen besser als seine Mitspieler. PLUSPORT spricht demzufolge weder von invaliden, noch von behinderten oder gar beeinträchtigten Sportlern, sondern ausschliesslich von Menschen und Sportlern mit besonderen Fähigkeiten - so wie in der übrigen Sportswelt auch.

Gleiches hat für Schule, Aus- und Weiterbildung zu gelten: nicht Lernschwächen und deren Beseitigung, sondern Stärken und deren Förderung haben im Vordergrund zu stehen.

Das Zauberwort dieser Tage in der mittlerweile globalen Arbeitswelt lautet "Diversity Management". Management ist in aller Kürze die Transformation von Wissen in Nutzen, im Diversity Management in Nutzen durch unterschiedlichste, besondere Fähigkeiten von Menschen. Dazu gehören auch Menschen mit vermeintlichen Einschränkungen.

Erfolgreiches Diversity Management führt zur nachhaltigen Integration eben dieser Menschen - auch und vor allem im Sport.

PLUSPORT Behindertensport Schweiz ist zuständig für wirksames Diversity Management mit dem Ziel von "Sports for all abilities".

Dr. Albert E. Frieder